Viel Potenzial, aber leider wenig Tiefe
Die Grundidee fand ich eigentlich richtig spannend: Götter und Riesen, die in sterblichen Körpern gefangen sind, eine geheimnisvolle Universität und Thors Hammer als Schlüssel zu ihrer wahren Macht. Das klang für mich nach einer Fantasygeschichte voller nordischer Mythologie, düsterer Geheimnisse und Intrigen. Leider konnte mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen. Mir hat es vor allem an Worldbuilding und Tiefe gefehlt. Die Welt hatte für mich einfach zu wenig Substanz, und ich hätte mir gewünscht, viel mehr über die Mythologie, die Hintergründe und die Geheimnisse dieser Welt zu erfahren. Vieles blieb eher oberflächlich, obwohl die Geschichte so viel Potenzial gehabt hätte. Auch mit den Charakteren bin ich leider nicht richtig warm geworden. Sie wirkten auf mich ziemlich flach, und mir hat die Tiefe gefehlt, um ihre Entscheidungen, Gefühle und Beziehungen wirklich nachvollziehen zu können. Gerade die Dynamik zwischen Rey und Aric hätte so viel mehr hergeben können, aber bei mir wollte der Funke einfach nicht überspringen. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte zu sehr auf die großen dramatischen Momente und die romantische Spannung verlässt, ohne den Figuren und der Welt genug Raum zu geben, sich wirklich zu entfalten.