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jessica41 Avatar

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Zwischen Schneeflocken, Freundschaft und ganz großen Gefühlen – „Falling Like Snowflakes“ hat mich überrascht!

Mit „Falling Like Snowflakes“ von Misty Wilson ging es für mich ein zweites Mal nach Bramble Falls – und ich muss sagen: Dieser Band hat mir deutlich besser gefallen als der erste Teil. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, viel leichter in die Geschichte hineinzufinden. Die winterliche Atmosphäre, die Kleinstadtstimmung und natürlich die Romance haben für mich dieses Mal einfach viel besser miteinander funktioniert.

Obwohl es sich um den zweiten Band der Bramble-Falls-Reihe handelt, kann man das Buch auch unabhängig lesen. Beide Bücher erzählen jeweils eine abgeschlossene Geschichte mit einem eigenen Liebespaar, sodass man nicht zwingend Band 1 kennen muss. Natürlich ist es schön, die Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, weil man dadurch den Ort und einige Charaktere bereits kennt und bestimmte Verbindungen besser einordnen kann. Trotzdem finde ich es sehr angenehm, dass jeder Band seine eigene Geschichte bekommt.

Für mich hat sich die Reihe mit diesem zweiten Band spürbar weiterentwickelt. Während ich beim ersten Teil noch ein wenig gebraucht habe, um richtig mit der Geschichte warm zu werden, war ich hier wesentlich schneller emotional dabei. Auch die Ptotas finde ich diesmal viel besser. „Falling Like Snowflakes“ fühlte sich für mich runder, gefühlvoller und einfach gemütlicher an. Ich mochte die Dynamik zwischen den Charakteren mehr und hatte deutlich häufiger das Gefühl, unbedingt weiterlesen zu wollen. Besonders die winterliche Kulisse hat mir dabei unglaublich gut gefallen. Die Geschichte vermittelt dieses typische Gefühl von kalten Tagen, Weihnachtsstimmung, Lichtern, Schnee und gemütlichen Momenten. Beim Lesen wollte ich mich am liebsten selbst mit einer warmen Decke und einem heißen Getränk einkuscheln.
Gleichzeitig entwickelt sich auch Bramble Falls als Schauplatz weiter. Man bekommt mehr von der kleinen Gemeinschaft mit und begegnet bekannten Gesichtern wieder, ohne dass die neue Geschichte dadurch ihre Eigenständigkeit verliert.

Sloane war für mich eine sympathische Protagonistin, deren Gedanken und Gefühlswelt ich gut nachvollziehen konnte. Besonders ihre Unsicherheit fand ich glaubwürdig. Sie steht an einem Punkt, an dem sich Dinge verändern und sie sich fragen muss, was sie eigentlich möchte und was ihr wirklich wichtig ist. Ich mochte an ihr, dass sie nicht perfekt ist. Sie macht sich Gedanken, zweifelt, trifft manchmal Entscheidungen, bei denen ich beim Lesen gerne einmal kurz eingegriffen hätte, und versucht gleichzeitig, niemanden zu verletzen. Dadurch wirkte sie für mich menschlich und greifbar.

Asher mochte ich ebenfalls sehr gerne. Gerade seine Verbindung zu Sloane macht ihn für mich interessant. Die beiden kennen sich schon lange und haben eine gemeinsame Vergangenheit, wodurch zwischen ihnen eine Vertrautheit besteht, die man beim Lesen spürt.

Ich mag Friends-to-Lovers ohnehin sehr gerne, wenn die Entwicklung glaubwürdig erzählt wird. Hier fand ich es schön zu beobachten, wie sich eine vertraute Freundschaft langsam verändert und plötzlich Gefühle ins Spiel kommen, die vorher vielleicht nicht auf diese Weise wahrgenommen wurden.
Dadurch hatte die Romance für mich etwas sehr Warmes. Natürlich gibt es auch ein wenig Verwirrung und emotionales Hin und Her. An manchen Stellen hätte ich Sloane am liebsten geschüttelt und ihr gesagt, sie soll doch einfach einmal auf ihr Herz hören. 😄 Gleichzeitig gehört genau dieses Gefühlschaos für mich zu ihrer Geschichte dazu. Mir gefiel außerdem, dass die Romance nicht von unnötigem Drama überladen wird. Sie steht im Mittelpunkt, aber daneben gibt es auch Freundschaften, Familie und das Leben in Bramble Falls.

Die Nebenfiguren wirken nicht einfach wie Statisten, die nur auftauchen, wenn die Handlung sie braucht. Sie bringen ihre eigenen Persönlichkeiten mit und sorgen für Humor, Unterstützung und manchmal auch ein bisschen Chaos. Gerade die Freundschaften haben mir gut gefallen. Ich mag Geschichten, in denen die Protagonistin nicht ausschließlich über ihre Beziehung definiert wird, sondern auch Menschen um sich hat, die ihr wichtig sind. Einige Charaktere hätte ich mir stellenweise trotzdem etwas ausführlicher gewünscht. Bei manchen hatte ich das Gefühl, dass noch mehr Potenzial vorhanden gewesen wäre und ich gerne noch mehr über sie erfahren hätte.

Der Schreibstil von Misty Wilson hat für mich sehr gut zu dieser Geschichte gepasst. Er ist locker, leicht und angenehm zu lesen. Ich bin schnell durch die Seiten gekommen und konnte mich gut auf die Geschichte einlassen.
Besonders die Atmosphäre wurde für mich schön eingefangen. Ich hatte beim Lesen wirklich dieses Gefühl von Winter, Weihnachten und einer kleinen Stadt, in der jeder jeden kennt. Genau das hat für mich einen großen Teil des Charmes ausgemacht.

Allerdings gab es für mich zwischendurch einige Längen. Gerade beim Gefühlschaos rund um Sloane hatte ich manchmal das Gefühl, dass sich bestimmte Gedanken wiederholen und die Handlung dadurch etwas auf der Stelle tritt. Hier hätte ich mir an einigen Stellen etwas mehr Tempo gewünscht.

Ich habe dieses Buch mit einem ganz anderen Gefühl gelesen als den ersten Band. Während ich bei Band 1 noch etwas gebraucht habe, um wirklich in Bramble Falls anzukommen, war ich dieses Mal schnell mittendrin. Ich habe mit Sloane mitgefühlt, mich über schöne Momente gefreut, bei manchen Entscheidungen innerlich die Augen verdreht und natürlich immer wieder gehofft, dass sie irgendwann erkennt, was ihr eigentlich wichtig ist. Beim Lesen hatte ich außerdem immer wieder dieses cozy Wintergefühl, das ich mir von einem solchen Buch wünsche. Es war eine Geschichte zum Einkuscheln und Abschalten – und genau dafür hat sie bei mir funktioniert.

Neben den erwähnten Längen war mir das Hin und Her bei den Gefühlen manchmal leider etwas zu viel. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass die Figuren einfach offener miteinander sprechen. Außerdem hätte ich mir bei einigen Nebencharakteren noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Sie waren interessant und sympathisch, aber teilweise hatte ich das Gefühl, dass ihre Geschichten nur angerissen wurden.

Wer bereits Band 1 kennt, bekommt hier eine eigenständige neue Geschichte und gleichzeitig die Möglichkeit, wieder nach Bramble Falls zurückzukehren. Wer gemütliche Romance mit winterlicher Atmosphäre liebt, kann meiner Meinung nach ebenfalls bedenkenlos zugreifen.