Auf der schwierigen Suche nach der Wahrheit

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remul Avatar

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Als Rena spurlos verschwindet, bricht für die 16 jährige Tilla eine Welt zusammen. Auf der Suche nach ihrer besten Freundin stößt sie nur auf ein Lügenkonstrukt, die angebliche Mutter besitzt überhaupt keine Kinder und die genannte Wohnadresse entpuppt sich als zerbombte Ruine der Nachkriegszeit. Die Geschichte spielt in Halle an der Saale, Anfang der 50iger Jahre, die DDR befindet sich im Aufbau und erwartet von ihren Bürgern bedingungslose Anpassung. Der Autorin gelingt es sehr eindrucksvoll die Zerrissenheit von Tilla herauszuarbeiten, die zunächst fest davon überzeugt ist, dass die politische Ausrichtung der DDR der einzig richtige Weg ist. Im Laufe der verzweifelten Suche nach ihrer Freundin, wo es ihr gelingt immer wieder mal hinter die Kulissen zu blicken werden die Zweifel an diesem System immer massiver. Gelungen fand ich auch, die Einbindung historischer Ereignisse in die Geschichte (Tod Stalins, Volksaufstand am 17- Juni 1953). Einziger Kritikpunkt ist, dass der Spannungsborgen im Mittelpunkt etwas verlorengeht und manche Dialoge redundant wirken ohne die Handlung voranzubringen. Dennoch hat mich der Roman über weite Strecken sehr bewegt, er hat ein wichtiges Stück deutscher Zeitgeschichte greifbar gemacht.