Authentischer Roman zum Leben in der DDR
Als Tillas beste Freundin Rena plötzlich verschwindet, beginnt sie Fragen zu stellen und stößt dabei immer tiefer auf die Ungerechtigkeiten der noch jungen DDR. Während Tilla sich von der überzeugten Sozialistin immer mehr zur kritischen jungen Frau entwickelt, spitzt sich die Situation mit dem Volksaufstand vom 17. Juni zu.
Mich hat der Roman von Beginn an gepackt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und macht es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Besonders hat mir Tillas Entwicklung gefallen: Ihre zunehmende Reflexion und ihr Misstrauen gegenüber ihrem bisherigen Weltbild fand ich sehr schön dargestellt. Auch die historische Einbettung fand ich treffend: Die DDR der 1950er-Jahre wurde mit ihren Widersprüchen greifbar gemacht (teilweise auch sehr schockierend und nachdenklich stimmend). Gut gefallen hat mir außerdem, dass der Roman trotz der ernsten Themen immer wieder kleine pointierte Momente bereithält, die die Geschichte auflockerten.
Ein Highlight war für mich der letzte Teil rund um den Volksaufstand am 17. Juni 1953. Ich war gespannt, welchen Raum dieses historische Ereignis einnehmen würde und fand es sehr gelungen, wie die Handlungsstränge hier zusammenlaufen. Allerdings wurde mir das Erzähltempo gegen Ende etwas zu schnell. Einige Ereignisse und offene Fragen hätten für meinen Geschmack noch etwas mehr Seiten gebraucht. So lässt mich das Ende nicht ganz so glücklich zurück.
Alles in allem aber eine große Empfehlung für diesen Roman.
Mich hat der Roman von Beginn an gepackt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und macht es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Besonders hat mir Tillas Entwicklung gefallen: Ihre zunehmende Reflexion und ihr Misstrauen gegenüber ihrem bisherigen Weltbild fand ich sehr schön dargestellt. Auch die historische Einbettung fand ich treffend: Die DDR der 1950er-Jahre wurde mit ihren Widersprüchen greifbar gemacht (teilweise auch sehr schockierend und nachdenklich stimmend). Gut gefallen hat mir außerdem, dass der Roman trotz der ernsten Themen immer wieder kleine pointierte Momente bereithält, die die Geschichte auflockerten.
Ein Highlight war für mich der letzte Teil rund um den Volksaufstand am 17. Juni 1953. Ich war gespannt, welchen Raum dieses historische Ereignis einnehmen würde und fand es sehr gelungen, wie die Handlungsstränge hier zusammenlaufen. Allerdings wurde mir das Erzähltempo gegen Ende etwas zu schnell. Einige Ereignisse und offene Fragen hätten für meinen Geschmack noch etwas mehr Seiten gebraucht. So lässt mich das Ende nicht ganz so glücklich zurück.
Alles in allem aber eine große Empfehlung für diesen Roman.