bleibt zu sehr an der Oberfläche
Tilla und Rena leben in Halle der 50er Jahre. Der Aufbau des Sozialismus soll hier vorangetrieben werden. Jeden Tag treffen sie sich nach der Schule auf der Wiese an der Saale, wo warum auch immer, ein leerer Waggon sein Dasein fristet. Idyllisch verbringen sie die Stunden in der Natur und mit Baden im schadstoffbelasteten Fluss. Bis plötzlich vier Männer dort auftauchen…
Ich habe mich mit der Geschichte um die 16jährige Tilla, die eigentlich Mathilde Kersten heißt, etwas schwergetan. Beide jungen Frauen sollen seit 3 Monaten befreundet sein, Tilla kennt aber nicht einmal den richtigen Namen von Rena? Selbst Adresse und Arbeitsstelle der angeblichen Mutter sind eine Lüge.
Was mir gefallen hat sind die Beschreibungen zu Tillas Persönlichkeitsentwicklung. Anfangs mit dem alleinerziehenden Vater innig verbunden, muss sie doch feststellen, dass dessen Bürojob alles andere als ein normaler Job ist und er furchtbare Entscheidungen mitgetragen hat. Erstmals begehrt sie auch, bezieht einen klaren Standpunkt. Was Tilla nicht so gut gelingt ist, ihre Freundschaft zu Rena richtig einzuordnen. Denn die besteht aus mehr als nur Freundschaft. Darum kann sie auch mit Roman und seiner drängenden Liebe nur schwer umgehen. Aber all das steht eher zwischen den Zeilen und muss der Leser für sich selbst einschätzen. Hier hätte ich mir tiefere Einblicke in die Gedanken von Tilla und Roman gewünscht.
Die Beschreibungen zum 17.6.53, als Tilla in ihrer Heimatstadt inmitten der friedlich demonstrierenden Menschenmassen gerät und von deren Eifer regelrecht mitgerissen wird, fand ich als Zeitzeugenaufnahme gut.
Insgesamt fand ich den Lesestoff allerdings etwas abgehackt. Vieles muss der Leser für sich entscheiden und darum gibt’s von mir leider nur 3 Lese-Sterne.
Ich habe mich mit der Geschichte um die 16jährige Tilla, die eigentlich Mathilde Kersten heißt, etwas schwergetan. Beide jungen Frauen sollen seit 3 Monaten befreundet sein, Tilla kennt aber nicht einmal den richtigen Namen von Rena? Selbst Adresse und Arbeitsstelle der angeblichen Mutter sind eine Lüge.
Was mir gefallen hat sind die Beschreibungen zu Tillas Persönlichkeitsentwicklung. Anfangs mit dem alleinerziehenden Vater innig verbunden, muss sie doch feststellen, dass dessen Bürojob alles andere als ein normaler Job ist und er furchtbare Entscheidungen mitgetragen hat. Erstmals begehrt sie auch, bezieht einen klaren Standpunkt. Was Tilla nicht so gut gelingt ist, ihre Freundschaft zu Rena richtig einzuordnen. Denn die besteht aus mehr als nur Freundschaft. Darum kann sie auch mit Roman und seiner drängenden Liebe nur schwer umgehen. Aber all das steht eher zwischen den Zeilen und muss der Leser für sich selbst einschätzen. Hier hätte ich mir tiefere Einblicke in die Gedanken von Tilla und Roman gewünscht.
Die Beschreibungen zum 17.6.53, als Tilla in ihrer Heimatstadt inmitten der friedlich demonstrierenden Menschenmassen gerät und von deren Eifer regelrecht mitgerissen wird, fand ich als Zeitzeugenaufnahme gut.
Insgesamt fand ich den Lesestoff allerdings etwas abgehackt. Vieles muss der Leser für sich entscheiden und darum gibt’s von mir leider nur 3 Lese-Sterne.