DDR real

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westeraccum Avatar

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Das Buch führt uns in das Jahr 1953 zurück. Die DDR ist noch jung und Tilla glaubt fest an den Sozialismus und ein goldenes Zeitalter. Dass es immer noch Lebensmittelmarken gibt, dass die Normen für die Arbeiter immer weiter angehoben werden und dass es im Westen längst alles zu kaufen gibt, was das Herz begehrt - das sind Anfangsschwierigkeiten auf dem Weg ins sozialistische Paradies.
Doch als Tillas Freundin Rena plötzlich verschwindet und sich ihr Vater als Stasimitarbeiter entpuppt, wird Tilla langsam aufmerksam und kritisch. Auch Roman, der Sohn des Polizeichefs, trägt seinen Teil dazu bei.
Mich hat das Buch sehr beeindruckt. Tilla ist idealistisch, glaubt an die Worte der Führung und hinterfragt sie nicht. Ihre Entwicklung ist glaubhaft und sie geht einen schwierigen Weg.
Dabei ist das Buch heute sehr aktuell. Viel zu schnell lassen sich Menschen von leeren Versprechungen beeindrucken und rennen braunen Rattenfängern hinterher. Man muss sich selbst schlau machen und selbst denken, statt das zu glauben, was uns manche (unsoziale) Medien erzählen, das war damals nicht anders als heute.