Die junge DDR im Umbruch

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smberge Avatar

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Inhalt:

Halle an der Saale in den 50er Jahren: Tilla verbringt viel Zeit mit ihrer besten Freundin Rena in einem alten Eisenbahnwaggon am Fluss. Als Rena eines Tages nicht mehr zu ihren Treffen kommt, mach sie sich auf die Suche nach ihrer Freundin und merkt dabei schnell, dass vieles was Rena ihr erzählt hat nicht der Wahrheit entspricht. Bei ihren Nachforschungen fallen Tilla auch viele Dinge in ihrer Umgebung auf, ebenso die zunehmende Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Als der Volksaufstand zum 17. Juni ausbricht, muß Tilla entscheiden, wo sie steht.

Meine Meinung:

Dieses Buch gibt einen tiefen Einblick in die Gesellschaft der DDR in den 50er Jahren. Versorgungsengpässe, Normerhöhung in der Fertigung, Überwachung und Bestrafung. Tilla ist eigentlich vom Sozialismus überzeugt und hat bisher an die Vorteile dieser Gesellschaftsform geglaubt. Als sie aber auch der Suche nach ihrer Freundin einen anderen Blick auf ihre Umgebung wirft, wird ihr schnell klar, dass es auch eine andere, dunklere Seite gibt.

Ich fand es sehr interessant Tillas Entwicklung zu beobachten und dabei zu sehen, wie sich ihre Umgebung und die Menschen genauer anschaut und ihr dabei immer mehr Dinge auffallen, die nicht zu ihrem bisherigen Bild der Gesellschaft passen. Der Vater hat einen anderen Beruf, als sie dachte, die Anforderungen an die Arbeiter sind nicht leistbar und auch die vermeintliche Öffnung nach Stalins Tod ist nicht wirklich eine.

Tilla hat mir als Charakter sehr gut gefallen, eine Frau die bereit ist ihre Überzeugungen zu überdenken und dabei sehr sympathisch ist. Besonders spannend ist das Setting der Geschichte, die junge DDR mit ihren Umwälzungen und den Auswikrungen aus die Menschen.

Insgesamt eine Leseempfehlung.