ein authentischer Einblick in die Zeit der DDR im Jahr 1953

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elli1909 Avatar

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Dieses Buch spielt 1953 in der damals noch jungen DDR in Halle an der Saale. Tilla, ein sechzehnjähriges Mädchen, das in der Schule wegen ihrer systemgetreuen Meinung ziemlich allein dasteht, wird von den Schulkameradinnen gemieden, allein Roman hält zu ihr und es entwickelt sich eine zarte Beziehung zwischen den beiden. Tilla lebt bei ihrem Vater, der kriegsgeschädigt aus einem Konzentrationslager nach Hause kam, seine systemtreue politische Einstellung ist für sie normal, zumal sie eine glühende Verehrerin von Stalin ist. Ihre einzige Freundin ist Rena, ein Mädchen, das sie vor ein paar Monaten kennengelernt hat und sie verbringen jeden Tag ihre Freizeit miteinander. Als Rena von einem auf den anderen Tag verschwindet, begibt sie sich auf die Suche nach ihr und muss feststellen, dass Rena nicht das Mädchen ist, welches sie vorgegeben hatte zu sein. Als Leserin konnte ich schnell eine emotionale Nähe zu Tilla aufbauen begleitete sie auf ihrer Suche nach der Freundin und dabei, wie sie langsam beginnt, die von der Partei vorgegebene politische Linie zu hinterfragen und auch ihren Vater und seine Arbeit mit anderen Augen zu sehen.

Inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte zeichnet die Autorin ein authentisches Bild der damals noch jungen DDR, den Schwierigkeiten, und warum die Menschen damals während des Volksaufstandes im Juni 1953 auf die Barrikaden gegangen sind.