Ein DDR-Roman
Tilla wächst mit bei ihrem Vater in Halle auf, der für die Stasi arbeitet. über vieles wird zuhause nicht gesprochen. Über ihre Freundin Rena, die "freidenkt" und sich nicht alles vorschreiben lässt, beginnt Tilla langsam, das System der DDR zu hinterfragen. Rena verschwindet udn dann macht sich Tilla auf die Suche und stößt dabei auf immer mehr Widersprüche zwischen dem, was ihr erzählt wurde, und dem, was tatsächlich passiert ist.
Was mir gut gefallen hat: Die Entwicklung von Tilla ist gut nachvollziehbar. Sie wird nicht von einerm Moment auf den anderen eine Heldin, sondern verändert sich langsam. Auch das Verhältnis zu ihrem Vater ist vielschichtig dargestellt, man merkt, dass seine eigene Vergangenheit im KZ ihn geprägt hat, auch wenn sein Verhalten Tilla gegenüber für mich nicht immer leicht nachzuvollziehen ist. Die Recherche zur Zeit und zum Aufstand vom 17. Juni 1953 ist spürbar gründlich, ich musste selbst einiges nachschlagen und habe dadurch viel gelernt.
Etwas geschwächt hat mich der Mittelteil, der streckenweise zieht sich hin, bevor die Geschichte wieder Fahrt gewinnt. Danach wird es dann deutlich spannender, und die Schilderung der Stimmung rund um den Aufstand ist eindringlich. Insgesamt ein Roman, der ein interessantes Stück deutscher Geschichte greifbar macht, das ich nicht kannte. Wer sich für diese Zeit interessiert, sollte trotz der Länge dranbleiben.
Was mir gut gefallen hat: Die Entwicklung von Tilla ist gut nachvollziehbar. Sie wird nicht von einerm Moment auf den anderen eine Heldin, sondern verändert sich langsam. Auch das Verhältnis zu ihrem Vater ist vielschichtig dargestellt, man merkt, dass seine eigene Vergangenheit im KZ ihn geprägt hat, auch wenn sein Verhalten Tilla gegenüber für mich nicht immer leicht nachzuvollziehen ist. Die Recherche zur Zeit und zum Aufstand vom 17. Juni 1953 ist spürbar gründlich, ich musste selbst einiges nachschlagen und habe dadurch viel gelernt.
Etwas geschwächt hat mich der Mittelteil, der streckenweise zieht sich hin, bevor die Geschichte wieder Fahrt gewinnt. Danach wird es dann deutlich spannender, und die Schilderung der Stimmung rund um den Aufstand ist eindringlich. Insgesamt ein Roman, der ein interessantes Stück deutscher Geschichte greifbar macht, das ich nicht kannte. Wer sich für diese Zeit interessiert, sollte trotz der Länge dranbleiben.