Ein Land im Aufruhr
„Falls jemand fragt, wer wir waren“ von Eva Kranenburg, ist ihr erster Roman für Erwachsene und wurde von ihrer eigenen Familiengeschichte inspiriert
Halle an der Saale 1953: Im Mittelpunkt der Geschichte, steht die 16jährige Schülerin Tilla, die politisch überzeugt vom Sozialismus ist aber dafür in der Schule ziemlich alleine dasteht außer Roman. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Freundschaft, die aber teilweise durch Romas zwei Gesichter, getrübt wird. Seit Tillas Vater aus dem Konzentrationslager wieder nach Hause kam, lebt sie zusammen mit ihm in einer kleinen Wohnung. Über seine Arbeit redet er nicht aber dafür kennt Tilla seine politische Einstellung: Nicht hinschauen und nichts sagen.
Als Tilla und Rena sich kennenlernen, spüren sie sofort eine innige Zuneigung zueinander und werden beste Freundinnen. Bis eines Tages Rena spurlos verschwindet und Tilla mit vielen Fragen zurücklässt. Je verzweifelter Tilla in ihrer Heimatstadt Halle nach Rena sucht, umso klarer treten die Abgründe der noch jungen DDR hervor. Selbst das Überleben ihres Vaters beginnt sie kristisch zu hinterfragen und fragt sich: Wenn es normal war im KZ zu sterben, Papa, wie hast du dann überlebt? Tilla durchforstet die eingeschlossenen Akten ihres Vaters und konfrontriert ihn mit ihrer Entdeckung.
Als sich die brodelnde Unzufriedenheit in der Bevölkerung schließlich im Volksaufstand des 17. Juni entlädt, muss Tilla sich entscheiden, wie weit sie gehen will – für die Wahrheit, für ihre Freundin, und für die Frage, woran sie wirklich glaubt.
Besonders gut fand ich den Anhang mit dem historischen Kontext und die Nennung der fiktiven Figuren, was der Geschichte zusätzlich Tiefe verleiht und das Buch gelungen abrundet.
Fazit:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, die Geschichte aus Sicht und dem Gespür von Tilla, sehr authentisch und tiefgründig zu erzählen. Der Schreibstil und die aufgebaute Spannung, hat mir sehr gut gefallen. Gerne empfehle ich diesen Roman allen, die gerne historische Geschichten verwoben mit fiktiven Schicksalen, lesen.
Halle an der Saale 1953: Im Mittelpunkt der Geschichte, steht die 16jährige Schülerin Tilla, die politisch überzeugt vom Sozialismus ist aber dafür in der Schule ziemlich alleine dasteht außer Roman. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Freundschaft, die aber teilweise durch Romas zwei Gesichter, getrübt wird. Seit Tillas Vater aus dem Konzentrationslager wieder nach Hause kam, lebt sie zusammen mit ihm in einer kleinen Wohnung. Über seine Arbeit redet er nicht aber dafür kennt Tilla seine politische Einstellung: Nicht hinschauen und nichts sagen.
Als Tilla und Rena sich kennenlernen, spüren sie sofort eine innige Zuneigung zueinander und werden beste Freundinnen. Bis eines Tages Rena spurlos verschwindet und Tilla mit vielen Fragen zurücklässt. Je verzweifelter Tilla in ihrer Heimatstadt Halle nach Rena sucht, umso klarer treten die Abgründe der noch jungen DDR hervor. Selbst das Überleben ihres Vaters beginnt sie kristisch zu hinterfragen und fragt sich: Wenn es normal war im KZ zu sterben, Papa, wie hast du dann überlebt? Tilla durchforstet die eingeschlossenen Akten ihres Vaters und konfrontriert ihn mit ihrer Entdeckung.
Als sich die brodelnde Unzufriedenheit in der Bevölkerung schließlich im Volksaufstand des 17. Juni entlädt, muss Tilla sich entscheiden, wie weit sie gehen will – für die Wahrheit, für ihre Freundin, und für die Frage, woran sie wirklich glaubt.
Besonders gut fand ich den Anhang mit dem historischen Kontext und die Nennung der fiktiven Figuren, was der Geschichte zusätzlich Tiefe verleiht und das Buch gelungen abrundet.
Fazit:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, die Geschichte aus Sicht und dem Gespür von Tilla, sehr authentisch und tiefgründig zu erzählen. Der Schreibstil und die aufgebaute Spannung, hat mir sehr gut gefallen. Gerne empfehle ich diesen Roman allen, die gerne historische Geschichten verwoben mit fiktiven Schicksalen, lesen.