Ein Netz aus Lügen und die Suche nach der Wahrheit
Kurz vor dem 17. Juni in Halle an der Saale, wem kann man noch trauen mag man sich Frage, Tilla ist 17 Jahre, ihr Vater ist KZ überlebender, ihre Mutter früh an Tuberkolose verstorben, die Kriegswirren wirken noch nach. Tilla ist wie ihr Vater Regimetreu und hinterfragt das zunächst auch nicht. Ihr Vater, der sich liebevoll kümmert, scheint nicht nur schwere Zeiten erlebt zu haben, er trägt eine Kriegsverletzung, und irgendwie ein ungewöhnliches Geheimnis. Einen Tages verschwindet Tillas bester Freundin Rena, Tilla beginnt sie zu suchen und muss feststellen das nichts so scheint wie angenommen, wer war Rena wirklich, warum gibt es weder eine Wohnung an der angegebenen Adresse noch ist ihre Mutter ihre Mutter. Die Frau, auf die Renna immer gezeigt hat in einem Lebensmittelgeschäft, wenn sie daran vorbeigegangen sind hat gar keine Kinder. Ein packender Roman der tiefe Freundschaft, Historie und etwas Krimihaftes vereint und aufzeiget, wie unfrei ein System sein kann und man es dennoch schafft seinen eigenen Weg zu finden. Durfte man in der Zeit seinen Weg finden, irgendwie war das nicht vorgesehen und wie der Aufstand am 17. Juni geendet ist wissen wir alle. Etwas hat mir zu Anfang die Orientierung in die Zeit gefehlt, aber vielleicht war es auch gerade das, was das Buch ausmacht, man wurde in die ganz eigenen Geschichte geworfen und nicht in Rahmenzahlen. Ich habe das Buch „Falls jemand Fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg sehr gerne gelesen, ein Highlight des Jahres, des Sommers, neben „Freunde“ ist dieses das zweite Buch der Autorin nehmen Sie sich die Zeit, es lohnt sich. Liebe Grüße