Ein toller Roman

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rentier Avatar

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Ein wirklich starker Roman, der mit einem schüchternen Mädchen beginnt, das in der Nachkriegszeit in Ostdeutschland aufgewachsen ist. Der zurückgezogene Teenager fragt nichts, hinterfrägt sich aber ständig selbst. Tilla stellt nicht einmal ihrem Vater brennende Fragen zu Kriegsvergangenheit und aktueller Arbeit, die er am Schreibtisch im Nebenzimmer verrichtet.
Dann trifft Tilla auf ein Mädchen, das das genaue Gegenteil darstellt, Rena ist tapfer, mutig, fordernd, frech und sie nennt Dinge beim Namen. Dies fasziniert und schockiert und schmiedet die beiden zusammen.

Eines Tages ist Rena wie vom Erdboden verschluckt, ab nun muss Tilla Fragen stellen, will sie ihre Freundin wiederfinden. Aber es ist ein schwieriger Weg voller Irrwege. Der starke Junge, der sich um sie bemüht, hat eine zweite zarte und verletzte Seite. Die starren Vorstelungen zum neuen Menschen bekommen Risse. Der geliebte Vater steht plötzlich auf der falschen Seite. Das Mädchen wird mutiger und mutiger.

Von Seite zu Seite wird der Roman spannender die Geschichte komplexer, bis man das Buch einfach nicht mehr weglegen mag. Das alles eingebettet in einer wunderschönen Sprache, die sehr oft zum Schmunzeln anregt.
Eine starke Empfehlung.