Einblicke in den Sozialismus

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isabell Avatar

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Es ist 1953 und die 16-jährige Tillatrifft sich regelmäßig mit ihrer Freundin Rena in einem alten Waggon am Fluss. Tillas Vater war im KZ und arbeitet nun in der neu gegründeten DDR bei der Stadt, zumindestens denkt Tilla dies, denn sie hat keine Ahnung, was er genau macht. Tilla steht hinter dem Sozialismus und ihre alte Freundin hat sich deswegen von ihr abgewendet. Dafür hat sie in Roman einen Verehrer gefunden und dessen Vater hat eine wichtige Position bei der Volkspolizei inne. Als vier unangenehme Männer Rena und Tilla am Waggon Angst einjagen, verschwindet Rena spurlos und Tilla muss feststellen, dass sie wenig über ihre Freundin weiß.
Die Autorin hat einen Einblick in das Leben von 1953 in der DDR gegeben. Stückchenweise hat sie mich hinter die Fassaden von Menschen, Gebäuden und dem System blicken lassen. Trotzdem konnte ich mir vieles schlecht vorstellen und die Protagonisten waren mir nicht besonders nah. Ich hätte mir oft gewünscht mehr vom Alltag zu erfahren und insbesondere auch mehr über die Beziehung von Tilla und ihrem Vater. Das Ende ist offen, was ich gut und schlecht zugleich finde. Ich hätte gerne gewusst, wie Tilla und Roman in den nächsten Jahre leben. Drei Sterne