Freundschaften in der sehr jungen DDR

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"Falls jemand fragt, wer wir waren" passt für mich als Titel sehr gut zum Thema des Buches. Für alle die, die keinen familiären oder direkten Bezug zur DDR haben und sich fragen, wie sich das alltägliche Leben unter SED und Stasi wohl angefühlt haben mögen, ist dieser Roman wie gemacht. Nach dem Lesen des Klapptextes dachte ich, dass sich die Handlung des Buches hauptsächlich um das Verschwinden des Mädchens Rena dreht und die Suche Tillas nach ihr. Doch eigentlich ist dies für mich nur das Gerüst für das eigentliche Thema: Wie lebte es sich als Jugendliche von 16 Jahren in der ganz jungen Nachkriegs-DDR? Die Autorin findet mit der Figur Tilla ein Medium, das den Lesenden auf sprachlich sehr gelungene Art und Weise die Antwort darauf gibt. Das Gefühl des Misstrauens gegen jeden und alles, die Überwachung durch die Obrigkeiten und auch die familiären Brüche aufgrund der Kriegserlebnisse werden von Eva Kranenburg anschaulich dargestellt. Mir hat das Buch gefallen.