Juni 1953

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biene101 Avatar

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Falls jemand fragt, wer wir waren, erzählt nicht nur die Geschichte von Tilla und Rena, sondern ist zugleich ein Roman über Freundschaft, Wahrheit und das Aufwachsen in den jungen Jahren der DDR.
Im Mittelpunkt steht Tilla, deren beste Freundin Rena von einem auf den anderen Tag spurlos verschwindet. Auf der Suche nach ihr tauchen wir ein hinter die Fassade der Gesellschaft der DDR. Eva Kranenburg veranschaulicht sehr deutlich das Leben der Jugendlichen in dieser Zeit. Zerrissen zwischen dem, was sie glauben sollen und dem, was sie möchten.
Tilla, selbst überzeugt vom System in der DDR, stößt auf Widersprüche, Geheimnisse und Lügen und beginnt daraufhin alles zu hinterfragen.
Die Handlung ist eingebettet in die Zeit kurz vor dem Volksaufstand vom 17. Juni. Der historische Kontext der Ereignisse ist dabei gut eingearbeitet. Es wird deutlich, dass die Autorin sehr genau recherchiert hat. Ergänzt wird das noch durch ein Nachwort, das nochmal Fakten und Fiktion unterscheidet.
Die Geschichte ist aus Tillas Sicht geschrieben und sie macht eine bemerkenswerte Entwicklung durch.
Der Roman hat zwar ein paar Stellen, an denen die Handlung etwas an Tempo verliert, bleibt aber lesenswert, authentisch und regt zum Nachdenken an.
Insgesamt ein interessanter Roman, der ein Kapitel Zeitgeschichte aufgreift, das bei uns doch eher weniger bekannt ist.