Tilli zeigt Haltung
Eva Kranenburgs Roman,
Falls jemand fragt, wer wir waren, hat mich wirklich sehr beeindruckt. Die Autorin öffnet ein kleines Fenster der DDR Geschichte in den frühen Anfangsjahren der selbsternannten jungen demokratischen Republik. Sie erzählt eine Geschichte von Vertrauen und Verrat, der Hingabe für eine Sache, die gut gedacht, aber schlecht gemacht wurde. Man erhält einen Einblick in die Machenschaften der Staatssicherheit, der Geheimdienst der DDR und in die Geschehnisse um den Volksaufstand von 1953. Hauptfigur ist Tilli, die eine enge Freundschaft zu Rena pflegt, diese ist unter mysteriösen Umständen verschwunden. Zwischen Roman und Tilli entwickelt sich eine zarte Liebe, die zu jederzeit auf dem Prüfstand steht. Zu Roman, der hier zuerst als linientreu und undurchschaubar dargestellt wird, entwickelt man im Laufe der Zeit Verständnis und sogar Sympathie. Die jungen Menschen lernen die Welt zu hinterfragen und Haltung zu zeigen. Gefallen hat mir der geschichtliche Bezug. Es war manchmal schwer auszuhalten, mich durch das sozialistische Gedankengut im Text zu kämpfen. Das ist keine Kritik am Werk. Es löste in mir einfach alte Erinnerungen aus. Das Cover ist gut gelungen.
Ich gebe eine klare Leseempfehlung ab.
Falls jemand fragt, wer wir waren, hat mich wirklich sehr beeindruckt. Die Autorin öffnet ein kleines Fenster der DDR Geschichte in den frühen Anfangsjahren der selbsternannten jungen demokratischen Republik. Sie erzählt eine Geschichte von Vertrauen und Verrat, der Hingabe für eine Sache, die gut gedacht, aber schlecht gemacht wurde. Man erhält einen Einblick in die Machenschaften der Staatssicherheit, der Geheimdienst der DDR und in die Geschehnisse um den Volksaufstand von 1953. Hauptfigur ist Tilli, die eine enge Freundschaft zu Rena pflegt, diese ist unter mysteriösen Umständen verschwunden. Zwischen Roman und Tilli entwickelt sich eine zarte Liebe, die zu jederzeit auf dem Prüfstand steht. Zu Roman, der hier zuerst als linientreu und undurchschaubar dargestellt wird, entwickelt man im Laufe der Zeit Verständnis und sogar Sympathie. Die jungen Menschen lernen die Welt zu hinterfragen und Haltung zu zeigen. Gefallen hat mir der geschichtliche Bezug. Es war manchmal schwer auszuhalten, mich durch das sozialistische Gedankengut im Text zu kämpfen. Das ist keine Kritik am Werk. Es löste in mir einfach alte Erinnerungen aus. Das Cover ist gut gelungen.
Ich gebe eine klare Leseempfehlung ab.