Tillas junges Leben in Halle, lebendig skizziert bis zum Volksaufstand am 17. Juni 1953
In drei Teilen geht es um die 16-jährige Hauptperson Tilla in ihrer Heimatstadt Halle an der Saale. In der jungen DDR möchte sie als gute, gehorsame Schülerin Journalistin werden, politisch überzeugt vom Sozialismus Mit ihrer plötzlich verschwundenen Freundin Rena, danach ihr Entdecken einer Frauenleiche in der Saale und mit ihrer Ehrenwache anlässlich Stalins Tod wird das damalige politische Klima in Schule und Gesellschaft aufbereitet. Ab März 1953 dreht sich Tillas Gedankenwelt neben ersten zaghaften sexuellen Erfahrungen mit Rena um die neugegründete Staatssicherheit, um verwirrende Flüsterpropaganda, auch um ihren zwiespältigen Schulfreund Roman und den geheimnisvollen Vater, entlassen aus dem KZ. Sie fängt an, alles im Umfeld kritisch zu hinterfragen, wird mutiger und selbstbewusster.
Die kommunistische Botschaft, wonach alle gleich sind im Arbeiter- und Bauernstaat, erhält Risse im 2. Teil, ihr bisher überzeugter Glaube an den Staat wankt, bis das Zentralkomitee in einem Kommuniqué einige Fehler und Änderungen einräumt, die zu Aufruhr, sogar zu Revolution in der Gesamtbevölkerung der DDR führen. Die vielen vertraulichen Wahrheiten von Roman über seine Familie in Karaganda und Moskau, über den Pädagogen Makarenko, veranlassen Tilla, auch das Über-/Leben ihres Vaters kritisch zu hinterfragen, auch seine eingeschlossenen Akten zu durchforsten.
Der 3. Teil beschreibt den lebhaften Aufstand des 17. Juni 1953, der sich in Halle eigendynamisch als Massendemonstration entwickelt, spontan, ohne zentrale Führung und einheitliche Strategie. In dieser kollektiven Volksbewegung wirbelt auch Tilla mit z.B. auf ihrer Suche nach Rena vor dem Frauengefängnis oder beim Protest auf dem Hallmarkt mit den auffahrenden sowjetischen Panzern.
Insgesamt wird mit den fiktiven Protagonisten Tilla, Rena, Roman und Tillas Vater eine lebendige, realistisch wirkende Szenerie in der DDR heraufbeschworen.
Im abschließenden Kapitel, betitelt Historischer Kontext, werden weitere interessante Details aufgelistet.
Die kommunistische Botschaft, wonach alle gleich sind im Arbeiter- und Bauernstaat, erhält Risse im 2. Teil, ihr bisher überzeugter Glaube an den Staat wankt, bis das Zentralkomitee in einem Kommuniqué einige Fehler und Änderungen einräumt, die zu Aufruhr, sogar zu Revolution in der Gesamtbevölkerung der DDR führen. Die vielen vertraulichen Wahrheiten von Roman über seine Familie in Karaganda und Moskau, über den Pädagogen Makarenko, veranlassen Tilla, auch das Über-/Leben ihres Vaters kritisch zu hinterfragen, auch seine eingeschlossenen Akten zu durchforsten.
Der 3. Teil beschreibt den lebhaften Aufstand des 17. Juni 1953, der sich in Halle eigendynamisch als Massendemonstration entwickelt, spontan, ohne zentrale Führung und einheitliche Strategie. In dieser kollektiven Volksbewegung wirbelt auch Tilla mit z.B. auf ihrer Suche nach Rena vor dem Frauengefängnis oder beim Protest auf dem Hallmarkt mit den auffahrenden sowjetischen Panzern.
Insgesamt wird mit den fiktiven Protagonisten Tilla, Rena, Roman und Tillas Vater eine lebendige, realistisch wirkende Szenerie in der DDR heraufbeschworen.
Im abschließenden Kapitel, betitelt Historischer Kontext, werden weitere interessante Details aufgelistet.