Unterhaltsame Geschichtsstunde

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rinoa Avatar

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Bücher, die um den zweiten Weltkrieg oder danach spielen, sind normalerweise nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre, hier haben mich allerdings der Klappentext und auch das schlichte Cover so neugierig gemacht, dass ich mich aus meiner Komfortzone herausgewagt habe. Und ich habe es nicht bereut.

Der Autorin gelingt es, Geschichte und insbesondere die Geschichte um den Volksaufstand des 17. Juni lebendig zu machen, auch dank der historischen Einordnung im Nachwort. Da ich selbst viel später und in einer ganz anderen Ecke Deutschlands geboren bin, fand ich das wirklich sehr spannend zu lesen und noch einmal ganz anders lehrreich, als zum Beispiel im Schulunterricht.

Trotzdem steht hier natürlich die Freundschaft von Tilla und Rena im Vordergrund, doch wie nebenbei werden eben auch die damaligen Zustände, Lehren und Glaubensfragen vermittelt und die Risse bzw. die Zerrissenheit, die aus den Unterschieden entstehen können.

Den Schreibstil bzw. die Erzählweise von Tilla fand ich richtig toll, irgendwie lakonisch, aber auch sehr nahbar und authentisch. Gut gefallen hat mir auch die Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchlebt.

Ich habe das Buch wirklich sehr gerne gelesen und kann es durchweg empfehlen. Es war unterhaltsam, spannend und authentisch.