Zeitreise ins Halle der 50er
„Falls jemand fragt, wer wir waren“ war für mich eine spannende Zeitreise in die frühe DDR und nach Halle in den 50ern. Wir folgen dabei der Schülerin Tilla, deren beste Freundin Rena plötzlich verschwunden ist. Sie beginnt, sie zu suchen und obwohl sie sich einst wünschte, Stalin würde sie adoptieren, bemerkt sie nach und nach, dass der Sozialismus vor allem eine Fassade ist, hinter der es gewaltig bröckelt. Besonders schmerzhaft ist dabei die Erkenntnis, welche Rolle ihr eigener Vater dabei spielt. Gleichzeitig entdeckt sie auch erste romantische Gefühle…
Obwohl ich die Thematik spannend fand und auch die Atmosphäre der Stadt und Landschaften mich richtig eingehüllt hat - mit den Charakteren bin ich nicht so recht warm geworden. Tilla ist einerseits eine total korrekte Musterschülerin, entwickelt sich aber innerhalb der Geschichte zur Revolutionärin UND Männerversteherin und das kam mir dann doch etwas viel vor für ihr zartes Alter. Und auch das Ende war mir dann irgendwie zu abrupt bzw. unklar.
Nichts desto trotz eine schöne Lektüre, wenn einem der Sinn nach DDR in den 50ern steht.
Obwohl ich die Thematik spannend fand und auch die Atmosphäre der Stadt und Landschaften mich richtig eingehüllt hat - mit den Charakteren bin ich nicht so recht warm geworden. Tilla ist einerseits eine total korrekte Musterschülerin, entwickelt sich aber innerhalb der Geschichte zur Revolutionärin UND Männerversteherin und das kam mir dann doch etwas viel vor für ihr zartes Alter. Und auch das Ende war mir dann irgendwie zu abrupt bzw. unklar.
Nichts desto trotz eine schöne Lektüre, wenn einem der Sinn nach DDR in den 50ern steht.