Ausführliche Informationen und viele gute Tipps

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Elisabeth Mestekämper ist Psychologin und will mit ihrem Buch "Familien Fire und andere Triggertage" Menschen, die unter ungesunden Familiendynamiken leiden, dabei helfen, diese zu überwinden.

Dazu erläutert sie zunächst die psychologischen Grundlagen von Bindung, Co-Regulation, Nervensystem und Trauma. Dann wendet sie sich der Familiensituation zu und beleuchtet Routinen, Rituale, Loyalitätskonflikte, Trauer. Zwischendurch sind immer wieder Reflexionsfragen eingestreut, so dass man das Gelesene auf die eigene Situation anwenden kann. Personalisierte Fallgeschichten verdeutlichen zudem die theoretischen Aussagen.

Den größten Teil des Buches machen die praktischen Tools aus. Untertitelt in fünf thematische Bereiche stellt Frau Mestekämper 30 Werkzeuge vor, mit denen man sich in belastenden Situationen selbst helfen kann.

Das können beispielsweise Schreib- oder Atemübungen, Gesprächstechniken und Imaginationen sein. Auch ein Erste-Hilfe-Koffer mit Methoden zur Stabilisierung des Nervensystems in besonders belastenden Momenten ist dabei.

Die Autorin hat ein anspruchsvolles Buch geschrieben. Sie bemüht sich zwar um eine verständliche Sprache, jedoch ist insbesondere der theoretische Teil sehr komplex und für mein Dafürhalten für Laien zu tief gehend. Der praktische Teil ist zugänglicher, und die Übungen sind gut nachvollziehbar.

Insgesamt enthält das Buch viele gute Tipps und Hinweise; wer sich darüber hinaus eingehend mit den psychologischen Grundlagen der familiären Bindung beschäftigen möchte, findet darin ausführliche, wissenschaftlich fundierte Informationen.