Familie kann kompliziert sein, muss aber nicht

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annamagareta Avatar

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„FamilienFIRE und andere Triggertage“ ist ein hilfreicher Ratgeber der Autorin und Psychologin Elisabeth Mestekämper.

Es ist die Familie, die uns prägt, in der wir vieles zum ersten Mal erleben und Erfahrungen sammeln – gute und schlechte. Auch wenn wir längst unser eigenes Leben haben, holen uns die Emotionen und Erinnerungen unserer Kindheit bei Familientreffen immer wieder ein. Oft ist es schwer zu verstehen, welche unausgetragenen Konflikte und zurückliegenden Verhaltensmuster, die bereits über Generationen weitergegeben wurden, für das unangenehme Gefühl bei Familientreffen sorgen.

Elisabeth Mestekämper hat hier in einer leicht verständlichen Sprache und entsprechenden Beispielen erklärt, warum bei Familienfeiern längst verdrängte Konflikte immer wieder mit Wucht an die Oberfläche befördert werden.

Während es im ersten Teil um die „Psychologischen Grundlagen“ geht, in denen fundiertes Grundlagenwissen über unbewusste Familiendynamiken, Bindungsstile, Loyalitätskonflikte und transgenerationales Trauma vermittelt werden, enthält der zweite Teil „Praktische Tools“, die für einen hilfreichen Umgang in den entsprechenden Situationen sorgen.

Da das gesamte Buch sehr abwechslungsreich mit kleinen Illustrationen, Kästchen die Wichtiges zusammenfassen und farblichen Akzenten gestaltet ist, liest es sich leicht und abwechslungsreich. Es birgt viel Wissen, ist aber ein lebensnaher Ratgeber, den ich sicherlich noch des Öfteren zur Hand nehmen werde.

Insgesamt ist es eine gelungene Mischung aus psychologischem Hintergrundwissen und praktischer Soforthilfe.