Gelungenes Fermentationsbuch mit kleinem Manko
Als absoluter Voll-Laie ohne Fermentationserfahrung habe ich mich besonders auf dieses Buch gefreut, da ich schon oft gehört habe, wie wichtig fermentierte Lebensmittel für die Verdauung und Mikrobiom sind.
Vorneweg: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar kostenlos erhalten, was meine Meinung sicherlich beeinflusst hat.
Von der Aufmachung des Buches bin ich beeindruckt gewesen: Hardcover und die dicken Seiten machen haptisch einen richtig edlen Eindruck. Fast auf jeder Doppelseite finden sich meist passende und optisch sehr ansprechende Fotos in Vollfarbe. Trotz der vielen Bebilderungen ist die Informationsdichte mit den vielen Tipps und Zusatzinformationen gegenüber anderen Kochbüchern in meinen Augen sehr hoch. Die Anordnung der Informationsblöcke ist teilweise etwas überfrachtend – andererseits bekommt man für 32 Euro hier inhaltlich ganz schön was geboten. Besonders gefallen hat mir der theoretische Hintergrund am Anfang des Fermentationsbuches, der in seiner Gewichtung ein Drittel des Umfangs einnimmt. Die Strukturierung ist sinnvoll und hat mir als Laie den Einstieg erleichtert.
Direkt loslegen kann man aber leider dann doch nicht: Denn was mir vorher nicht klar war, ist, dass laut der Autorin für den Fermentationsprozess eine Reihe an Anschaffungen getätigt werden müssen, um die Rezepte aus dem Buch selbst auszuprobieren. „Praktischerweise“ empfiehlt Nadine Schünemann für den Start gleich die Produkte der eigenen Marke mit, die allerdings mit teils höheren Preisen aufwarten. Das beworbene Starter-Set aus dem Hause Lieblingsglas ist mir hinsichtlich des geringen Umfangs mit knapp 30 Euro zu teuer. So scheint der Einstieg ins Fermentieren eine kostspielige Angelegenheit zu sein. Für mich als Laie wirkte das leider zuerst abschreckend und ich konnte nicht einschätzen, ob auch bereits vorhandene Utensilien und Gläser aus der eigenen Küche genutzt werden können. Erst die eigene Recherche offenbarte, dass die angepriesenen Produkte um ein Vielfaches günstiger erworben können. Dass neben der Eigenwerbung keine (preisgünstigeren) Alternativen aufgezeigt worden sind, finde ich sehr schade.
Nicht für jedermann werden auch die unbelegten Gesundheitsversprechen sein, die Schünemann immer wieder in ihrem Fermentationsbuch durchklingen lässt. Mich hat es nicht gestört, aber hier hätten einige ausgewählte Quellen ihren Aussagen sicherlich noch mehr Seriosität verliehen.
Neben diesen beiden Mankos bekommt man für insgesamt 32 Euro auf über 200 Seiten aber viel geboten und ich freue mich, das Fermentationsbuch mit seinen vielen Ideen und Ausprobiermöglichkeiten in meinem Bücherregal zu haben. Ob es das Geld am Ende wert ist, muss jeder für sich entscheiden. Ich vergebe am Ende 4 von 5 Sternen für ein gelungenes Buch zum Ausprobieren und Fermentieren.
Vorneweg: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar kostenlos erhalten, was meine Meinung sicherlich beeinflusst hat.
Von der Aufmachung des Buches bin ich beeindruckt gewesen: Hardcover und die dicken Seiten machen haptisch einen richtig edlen Eindruck. Fast auf jeder Doppelseite finden sich meist passende und optisch sehr ansprechende Fotos in Vollfarbe. Trotz der vielen Bebilderungen ist die Informationsdichte mit den vielen Tipps und Zusatzinformationen gegenüber anderen Kochbüchern in meinen Augen sehr hoch. Die Anordnung der Informationsblöcke ist teilweise etwas überfrachtend – andererseits bekommt man für 32 Euro hier inhaltlich ganz schön was geboten. Besonders gefallen hat mir der theoretische Hintergrund am Anfang des Fermentationsbuches, der in seiner Gewichtung ein Drittel des Umfangs einnimmt. Die Strukturierung ist sinnvoll und hat mir als Laie den Einstieg erleichtert.
Direkt loslegen kann man aber leider dann doch nicht: Denn was mir vorher nicht klar war, ist, dass laut der Autorin für den Fermentationsprozess eine Reihe an Anschaffungen getätigt werden müssen, um die Rezepte aus dem Buch selbst auszuprobieren. „Praktischerweise“ empfiehlt Nadine Schünemann für den Start gleich die Produkte der eigenen Marke mit, die allerdings mit teils höheren Preisen aufwarten. Das beworbene Starter-Set aus dem Hause Lieblingsglas ist mir hinsichtlich des geringen Umfangs mit knapp 30 Euro zu teuer. So scheint der Einstieg ins Fermentieren eine kostspielige Angelegenheit zu sein. Für mich als Laie wirkte das leider zuerst abschreckend und ich konnte nicht einschätzen, ob auch bereits vorhandene Utensilien und Gläser aus der eigenen Küche genutzt werden können. Erst die eigene Recherche offenbarte, dass die angepriesenen Produkte um ein Vielfaches günstiger erworben können. Dass neben der Eigenwerbung keine (preisgünstigeren) Alternativen aufgezeigt worden sind, finde ich sehr schade.
Nicht für jedermann werden auch die unbelegten Gesundheitsversprechen sein, die Schünemann immer wieder in ihrem Fermentationsbuch durchklingen lässt. Mich hat es nicht gestört, aber hier hätten einige ausgewählte Quellen ihren Aussagen sicherlich noch mehr Seriosität verliehen.
Neben diesen beiden Mankos bekommt man für insgesamt 32 Euro auf über 200 Seiten aber viel geboten und ich freue mich, das Fermentationsbuch mit seinen vielen Ideen und Ausprobiermöglichkeiten in meinem Bücherregal zu haben. Ob es das Geld am Ende wert ist, muss jeder für sich entscheiden. Ich vergebe am Ende 4 von 5 Sternen für ein gelungenes Buch zum Ausprobieren und Fermentieren.