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Frieden beginnt in jedem einzelnen von uns. Doch wie ist das möglich, wenn die Welt um einen herum in Schutt und Asche liegt? Um die Antwort auf diese Frage zu suchen, begibt sich Michael Riepl, Autor und zugleich Erzähler seines Romanes „Ferne Heimat Altmontal“ auf die Spuren seiner Vergangenheit. Basierend auf den Tagebüchern seiner Großmutter, erzählt Riepl von ihrem bewegenden, rastlosen Leben zwischen Ukraine, Kaukasus und Deutschland und wechselt dabei immer wieder von ihrer Vergangenheit zu seiner Gegenwart und der Spurensuche in einem jahrelangen Kriegsgebiet, auf der er sich befindet. Erzählt wird eine berührende Familiengeschichte von Krieg und Flucht, aber auch Menschlichkeit und historischer Aufarbeitung, wobei der Autor äußerst gekonnt persönliche Erlebnisse mit historischen Hintergründen und Kriegsereignissen verbindet. Besonders deutlich wird dem Leser dabei die immer wiederkehrende bzw. fortwährende Grausamkeit von Krieg und Gewalt über verschiedene Epochen hinweg, wobei der Autor eine unheimliche Tiefgründigkeit in seinen Recherchen beweist und zugleich eine große emotionale Tiefe sowie eine unglaublich herzerwärmende Würdigung der Person seiner Großmutter zur Geltung kommen lässt. Riepls Buch ist kein Buch für Zwischendurch, es ist ein Buch, das Zeit braucht – Zeit zum Lesen, zum Nachdenken und Nachwirken. In jedem Fall lohnt es sich aber, sich diese Zeit zu nehmen, wenn man die dargestellten Hintergründe wirklich durchdringen und das Schicksal der Menschen im Buch nachvollziehen möchte. Für mich ist die Neuerscheinung, welche am 09.07.2026 beim C.H. Beck-Verlag erscheinen wird, eine ganz klare Empfehlung und ein absoluter Page-Turner.