Bewegende Familiengeschichte
Altmontal – das ist ein Dorf in der Ukraine, das heute, Mitte des Jahres 2026, direkt an der Front liegt. Altmontal – hier wurde Hedwig Krämer, die Großmutter von Michael Riepl, im Jahre 1919 geboren. Dieser Ort in der Schwarzmeerebene war ihr Heimat, hier fühlte sie sich im Kreise ihrer Familie geborgen. „Ferne Heimat Altmontal“ umfasst ein ganzes Leben, von Hedis Geburt bis hin zu ihrem 85. Geburtstag, den sie in Sindlbach in der Oberpfalz feiert.
Das Buch basiert auf Hedwig Krämers Erinnerungen, die sie über die letzen zehn Jahre ihres Lebens auf 314 Schreibmaschinenseiten aufgezeichnet und ihrer Tochter Johanna und ihren Enkeln Veronika und Michael gewidmet hat. Diese Aufzeichnungen hat der Autor erst kurz nach Hedis Tod von seiner Mutter erhalten. Gerade noch rechtzeitig, denn er nimmt die vielen Seiten mit zu seinem Einsatz für eine humanitäre Hilfsorganisation in der Ukraine.
Dass seine Oma irgendwo im Osten geboren wurde, war ihm schon bewusst. Den genauen Ort aber wusste er es nie, auch wusste er nichts über ihr früheres Leben im fernen Osten. Dass sie nie über diese Jahre gesprochen hat, ist ein absolut verständliches Verhalten, denn gerade die schlimmen Erlebnisse von Krieg mit all seinen Schrecken, von Hunger und Vertreibung will keiner hervorkramen, die Erinnerungen daran sind zu schmerzlich.
Wir erfahren, wie die ersten deutschen Einwanderer in die Ukraine kamen. Es war Zar Alexander I., der kompetente Fachkräfte brauchte. Er bot ihnen Land in der Schwarzmeerregion, die Dörfer waren Inseln des Deutschtums, ihre Namen Halbstadt, Ladekopp, Schönau oder auch Altmontal, die heute anders heißen, geben davon Zeugnis.
Hedis Erzählung dann beginnt mit ihrer Geburt, der Erste Weltkrieg war gerade vorbei, sie erinnert sich an eine unbeschwerte Kindheit, die aber Stalin mit eiserner Hand zunichte machte. Sie berichtet von Hunger, von Verhaftung und Deportation, von Enteignung, von unsäglichen Grausamkeiten. Ihre Ausbildung als Hilfsärztin muss sie abbrechen, sie schafft es in die Kaukasusregion, kommt nach Jahren zurück, bis ihr dann die Flucht nach Bayern gelingt.
Dazwischen sind wir mit dem Autor unterwegs, das erste Mal ist er 2018 mit der schon erwähnten Hilfsorganisation im Einsatz. Dabei flicht er geschickt seine Berichte in diejenigen von Oma Hedi mit ein. Die beiden Erzählstränge fließen so gekonnt ineinander über, beide Zeitebenen sind interessant geschildert und flüssig zu lesen und - sie sind wahr.
Eine beeindruckende Familiengeschichte, beide Geschichten sind ein bewegendes Zeugnis ihrer Zeit. Wahre Geschichten, wie das Leben sie schreibt.
Das Buch basiert auf Hedwig Krämers Erinnerungen, die sie über die letzen zehn Jahre ihres Lebens auf 314 Schreibmaschinenseiten aufgezeichnet und ihrer Tochter Johanna und ihren Enkeln Veronika und Michael gewidmet hat. Diese Aufzeichnungen hat der Autor erst kurz nach Hedis Tod von seiner Mutter erhalten. Gerade noch rechtzeitig, denn er nimmt die vielen Seiten mit zu seinem Einsatz für eine humanitäre Hilfsorganisation in der Ukraine.
Dass seine Oma irgendwo im Osten geboren wurde, war ihm schon bewusst. Den genauen Ort aber wusste er es nie, auch wusste er nichts über ihr früheres Leben im fernen Osten. Dass sie nie über diese Jahre gesprochen hat, ist ein absolut verständliches Verhalten, denn gerade die schlimmen Erlebnisse von Krieg mit all seinen Schrecken, von Hunger und Vertreibung will keiner hervorkramen, die Erinnerungen daran sind zu schmerzlich.
Wir erfahren, wie die ersten deutschen Einwanderer in die Ukraine kamen. Es war Zar Alexander I., der kompetente Fachkräfte brauchte. Er bot ihnen Land in der Schwarzmeerregion, die Dörfer waren Inseln des Deutschtums, ihre Namen Halbstadt, Ladekopp, Schönau oder auch Altmontal, die heute anders heißen, geben davon Zeugnis.
Hedis Erzählung dann beginnt mit ihrer Geburt, der Erste Weltkrieg war gerade vorbei, sie erinnert sich an eine unbeschwerte Kindheit, die aber Stalin mit eiserner Hand zunichte machte. Sie berichtet von Hunger, von Verhaftung und Deportation, von Enteignung, von unsäglichen Grausamkeiten. Ihre Ausbildung als Hilfsärztin muss sie abbrechen, sie schafft es in die Kaukasusregion, kommt nach Jahren zurück, bis ihr dann die Flucht nach Bayern gelingt.
Dazwischen sind wir mit dem Autor unterwegs, das erste Mal ist er 2018 mit der schon erwähnten Hilfsorganisation im Einsatz. Dabei flicht er geschickt seine Berichte in diejenigen von Oma Hedi mit ein. Die beiden Erzählstränge fließen so gekonnt ineinander über, beide Zeitebenen sind interessant geschildert und flüssig zu lesen und - sie sind wahr.
Eine beeindruckende Familiengeschichte, beide Geschichten sind ein bewegendes Zeugnis ihrer Zeit. Wahre Geschichten, wie das Leben sie schreibt.