Erschütternd!

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mrs.sally Avatar

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Dieses Buch hinterlässt mich einfach nur sprachlos!
Nach der ersten Leseprobe zu diesem Buch hatte ich mir ein Bild zurechtgelegt über das, was mich wohl noch erwarten würde. Doch ich lag ziemlich daneben.

Mich bewegt zutiefst die Lebensgeschichte der Großmutter des Ich-Erzählers (gleichzeitig auch Autor): ohne eigenes Verschulden ein Leben lang heimatlos zu sein, ja sich noch nicht einmal mit einem Volk identifizieren zu können. Ständige Flucht und der Kampf uns nackte Überleben. Die vielen Schicksalsschläge und Verluste, die sie erlitten hat, nicht zu wissen was aus den eigenen Eltern und Brüdern und Schwestern geworden ist. Um dann schließlich in Sindelbach so etwas ähnliches wie Heimat zu finden, aber immer noch ständig mit der Angst leben zu müssen, erneut alles wieder zu verlieren. Ich kann verstehen, warum Hedwig Krämer zu Lebzeiten nicht über ihre Vergangenheit gesprochen hat. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen, die Verluste, ja einfach zu viel für einen Menschen, alles zu verarbeiten.

Aber dennoch hatte sie sich entschlossen, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben, in knappen Worten zwar, aber so gibt es doch einen Beweis dafür, das sie tatsächlich existiert hat.

Willkür, politische Machtspiele um Geld und Vorherrschaft haben Millionen von Menschenleben gekostet und jede dieser Entscheidungen hatte eine verheerende Auswirkung auf Hedwig Krämers Leben. Ein Wunder, dass sie daran nicht zu Grunde gegangen ist