Großmutter Hedwigs Tagebuch – sehr bewegend

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gilse Avatar

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Michael Riepl hat einen flüssigen klaren Schreibstil, der mir sehr gut gefällt. Der Roman wechselt von Vergangenheit und Gegenwart. Er erzählt einfühlsam und bewegend die Lebensgeschichte seiner Großmutter Hedwig Krämer. Kurz vor seinem Aufbruch in die Ukraine für einen humanitären Einsatz bekommt er die Aufzeichnungen seiner Großmutter. Diese hat mit 75 Jahren begonnen, ihr Leben und Schicksal auf Papier zu bringen.

Die Familiengeschichte ist emotional und spannend, sie hat mich tief berührt. Einfühlsam erzählt der Autor vom Schicksal seiner starken kämpferischen Großmutter, über Armut, Hungersnot, ihr Kampf als Hilfsärztin arbeiten zu dürfen, Vertreibung aus der Heimat, Krieg und Morden.
Die Verknüpfung über die Vergangenheit und Gegenwart in dieser Region ist dem Autor gelungen. Gerade in der aktuellen Situation in der Ukraine sollte man das Buch unbedingt lesen.