Ruhige, dennoch tragische und kraftvolle Geschichte aus der Vergangenheit und Gegenwart
Hedwig Krämer, 1919 in Altmontal, einem deutschen Dorf in der Ukraine südlich von Saporischschja, geboren, erlebt die grausame und brutale Welt unter Stalin und während des Zweiten Weltkriegs. Sie ist eine beeindruckende, starke Persönlichkeit, die sich von ihrem Traum, Ärztin zu werden, nicht abbringen lässt. Hungersnöte, Vertreibung, Deportation des Vaters und vieles mehr hat sie erleben und ertragen müssen und am Lebensabend für die Familie aufgeschrieben, über 10 Jahre hinweg.
Dem Autor und Enkel ist ein wunderschöner Roman über die Lebensgeschichte seiner Großmutter gelungen. Begeistert war ich zum einen von dem ruhigen, einfühlsamen, aber zugleich klaren, sachlichen Schreibstil, der den Geschehnissen auf diese Weise mehr Wirkung verleiht. Zum anderen von den beiden Erzählsträngen, dem Leben der Großmutter und dem Einsatz des Enkels gerade jetzt in ihrer alten Heimat, dem heutigen Kriegsgebiet, die der Autor mit einer Leichtigkeit, einer Selbstverständlichkeit miteinander verbindet. Und nebenbei fließen Fakten über historische und aktuelle Ereignisse mit ein. Dies gibt dem Roman noch mehr Strahlkraft. Obwohl dieser sich flüssig liest, musste ich ihn wiederholt zur Seite legen und etwas Abstand gewinnen. Es ist immer aufwühlend, tragische Lebensgeschichten zu lesen und nachzuverfolgen. Doch die Verknüpfung der Vergangenheit mit den aktuellen Geschehnissen in der Ukraine verstärkt die ganze Tragik.
Es hat nicht länger als ein Menschenleben gedauert, bis diese Region wieder im Krieg, Elend und grauenvollen Tragödien versinkt. Eine Region, in der vor über 200 Jahren Deutsche bewusst als Arbeitskräfte von den damaligen Machthabern ins Land geholt wurden. Nicht als Gastarbeiter, sondern als arbeitende Menschen, um zu bleiben, über Generationen. Dieser Roman ist weit mehr als eine Lebensgeschichte unserer Ur- bzw. Großeltern, die stellvertretend für viele in jener Zeit steht und aber leider auch in der aktuellen. Sehr lesenswert!
Dem Autor und Enkel ist ein wunderschöner Roman über die Lebensgeschichte seiner Großmutter gelungen. Begeistert war ich zum einen von dem ruhigen, einfühlsamen, aber zugleich klaren, sachlichen Schreibstil, der den Geschehnissen auf diese Weise mehr Wirkung verleiht. Zum anderen von den beiden Erzählsträngen, dem Leben der Großmutter und dem Einsatz des Enkels gerade jetzt in ihrer alten Heimat, dem heutigen Kriegsgebiet, die der Autor mit einer Leichtigkeit, einer Selbstverständlichkeit miteinander verbindet. Und nebenbei fließen Fakten über historische und aktuelle Ereignisse mit ein. Dies gibt dem Roman noch mehr Strahlkraft. Obwohl dieser sich flüssig liest, musste ich ihn wiederholt zur Seite legen und etwas Abstand gewinnen. Es ist immer aufwühlend, tragische Lebensgeschichten zu lesen und nachzuverfolgen. Doch die Verknüpfung der Vergangenheit mit den aktuellen Geschehnissen in der Ukraine verstärkt die ganze Tragik.
Es hat nicht länger als ein Menschenleben gedauert, bis diese Region wieder im Krieg, Elend und grauenvollen Tragödien versinkt. Eine Region, in der vor über 200 Jahren Deutsche bewusst als Arbeitskräfte von den damaligen Machthabern ins Land geholt wurden. Nicht als Gastarbeiter, sondern als arbeitende Menschen, um zu bleiben, über Generationen. Dieser Roman ist weit mehr als eine Lebensgeschichte unserer Ur- bzw. Großeltern, die stellvertretend für viele in jener Zeit steht und aber leider auch in der aktuellen. Sehr lesenswert!