Rock ’n’ Roll, alte Geheimnisse und verdammt viele Tote

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dana2505 Avatar

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Schon der Einstieg hat mir richtig gut gefallen. Eine Rockband, deren Mitglieder offenbar schon öfter dem Tod näher waren als einem gesunden Lebensstil, ist für einen Thriller eine ziemlich ungewöhnliche Ausgangslage. Besonders der trockene und teilweise sehr schwarze Humor hat bei mir funktioniert.

Die Rückblende auf die Anfänge von Crrowl fand ich großartig. Während Micky praktisch leblos in der Garderobe liegt, diskutiert die Band darüber, ob man nun einen Krankenwagen rufen sollte oder ob dadurch womöglich der wichtigste Auftritt ihrer bisherigen Karriere gefährdet wird. Das ist eigentlich ziemlich makaber – und gleichzeitig musste ich lachen.

Überhaupt gefällt mir, dass die Musiker nicht romantisiert werden. Drogen, Größenwahn, Konkurrenz und der unbedingte Wunsch nach Erfolg gehören genauso zu ihrer Geschichte wie die Musik. Dadurch entsteht schon nach wenigen Seiten das Gefühl, dass innerhalb dieser Band vermutlich jeder etwas zu verbergen hat.

Mit Lucy kommt dann noch einmal eine ganz andere Perspektive dazu. Sie gehört nicht zu dieser Generation und kennt Crrowl hauptsächlich durch ihren Vater. Dass ausgerechnet sie nun mitten in diese eingeschworene Gemeinschaft aus alternden Rockstars, Erinnerungen und Geheimnissen gerät, finde ich spannend.

Besonders neugierig machen mich natürlich die vielen Todesfälle. Bei einer Band mit diesem Lebensstil könnte man vermutlich jeden einzelnen zunächst als tragischen Unfall abtun. Aber irgendwann sind es einfach ein paar Zufälle zu viel.

Der Schreibstil ist schnell, bissig und herrlich trocken. Dazu Rockmusik, eine legendäre Band und die Frage, was damals wirklich passiert ist – damit hat mich die Leseprobe bekommen.

Ich möchte unbedingt wissen, welche Geheimnisse Crrowl seit all den Jahren mit sich herumschleppt und ob Lucy herausfindet, warum im Umfeld dieser Band offenbar niemand einfach nur zufällig stirbt.