Final Show? Für mich das einzige Buch des Autors bleiben wird

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biscoteria Avatar

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Das Buch versprach eine Geschichte rund um eine alternde Band, dem Rock ’n’ Roll und den mysteriösen Toden der Band. Bekommen habe ich gefühlt eine ausgelutschte Schlagerband mit dem x-ten Coversong.

Wo ich erwartet habe viel über den Grund der Tode zu erfahren, von krassen Tagen der Band auf Tour, ist alles eine plätschernde und oberflächliche Geschichte, mit null Spannung.

Lucy beginnt als Social-Media-Beauftragte und vermittelt der Band, viel Fragen zu stellen, weil sie die Band nochmal so richtig pushen will und dafür Geschichten braucht. Recht schnell merkt der Leser jedoch, dass mehr dahinter steht und auch die Band findet die Fragerei nicht so besonders toll. Es dauert auch nicht lange und sie erlebt den ersten Tod in der Band (die anderen vor ihrer Zeit). Die beiden längsten Mitglieder, welche noch nicht ausgestiegen sind (lebendig oder tot) sind Rain und Keith.

In Kapiteln, welche innerhalb in der Gegenwart und der Vergangenheit spielen, erfahren wir von der Gründung der Band, neuen wie alten Bandmitgliedern und nach und nach wie so mancher zu Tode kam. Es sei gesagt, nicht alles, was nach Suizid oder Unfall aussieht, ist es auch gewesen.

Leider waren diese Sprünge zwischen den Zeiten und den Personen in den Kapiteln sehr unstrukturiert. Erst ist es Lucy Perspektive, ohne richtige Abgrenzung befinden wir uns in der Vergangenheit, dann wieder in der Gegenwart aber diesmal beim ehemaligen Manager Schreiner. Ich fand es sehr anstrengend diese nicht abgegrenzten Wechsel zu verstehen und musste oftmals nochmal ein Stück zurück, um dann einen Bruch im Lesen zu haben und dann weiterzumachen. Oftmals waren schon mehrere Sätze vergangen und dann sah man erst, dass man Zeit oder Person gewechselt hat. Warum nicht mehr Unterkapitel – Sternchen die es Trennen oder andere optische Hilfsmittel nehmen.

Die Kapitel haben die Namen der Songs der Band gehabt, dass fand ich schon echt nett gemacht. Aber leider war dies für mich auch eines der wenigen Highlights. Die Geschichte kommt nicht richtig voran. Der Tod des aktuellen Sängers wurde unter den Tisch gekehrt, als wäre es normal so zu sterben, wie es hier passiert ist. Dann erwähnt noch einer am Rande, dass wohl jmd. Das dazugehörige Equipment getauscht hat und gibt indirekt den Mord damit zu.

Und so verläuft für mich das Buch in einer langweiligen Anreihung an Konzerten, Befragungen durch Lucy, Erinnerungen an die Vergangenheit, die einfach zu unorganisiert wirken und zu chaotisch. Zu lesen wie schlecht die Leute in der Band voneinander zu reden war auch nicht besonders schön.

Letztendlich wunderte es mich nicht, wer seinen Teil an den Todesfällen beigetragen hat. Aber es hat bis hierhin auch nicht wirklich gezüngelt. Dazu kommt dann noch der ein oder andere Fehler, den das Lektorat (gab es eines?) nicht gesehen hat. Seite 79 steht „signt“ anstatt „singt“. Und ich sehe sowas echt selten und überlese es meistens.

Alles in allem ein Buch, welches für mich mit eines der schlechtesten für mich dieses Jahr gewesen ist und null Empfehlung dafür aussprechen muss.