Mit dem Tod auf Tour

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regenprinz Avatar

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Crrowl, einst gefeierte Rockband, der dank ihrer charismatischen Frontfrau der Durchbruch gelang, spielt heute auf eher kleineren Provinzbühnen gegen das Vergessen an. Denn Songwriterin Ross ist damals nach einem Konzert in Paris gestorben. Nun hat sich auch noch Micky, der stets am Limit wandelnde Gitarrist, vom Leben verabschiedet.
Zufälle oder tragische Unfälle? Selbstmord oder Mord?
Lucy, die Crrowl im Bandbus während der Tour durch Osteuropa als neue Social Media Managerin begleitet, stellt viele Fragen und wühlt tief in der Vergangenheit, um die Wahrheit auszugraben, was die verstorbenen Bandmitglieder betrifft. Was sie herausfindet, gefällt natürlich nicht allen, vor allem nicht denen, die mehr wissen.

Vom Genre her würde ich das Buch weniger als Thriller, sondern eher als Hard Boiled Krimi einordnen. Abgesehen davon, dass mich anfangs die vielen Namen und Figuren rund um die Band leicht verwirrt haben, zumal einige Mitglieder auch noch die Instrumente wechseln, hat mir die Geschichte gut gefallen. Setting und Sprache wirken authentisch, das Tourleben und die Bandgeschichte sind überzeugend dargestellt, und was Lucy nach und nach ausgräbt und ans Licht schaufelt, hält die Spannung kontinuierlich hoch.

Manches fand ich zudem amüsant, z.B. die Entstehung des Bandnamens oder die typischen Intrigen und persönlichen Befindlichkeiten innerhalb des Bandkosmos. Wer Rockmusik mag und mit der entsprechenden Szene ein bisschen vertraut ist, wird an Final Show sicher Spaß haben. Schade nur, dass man die fiktiven Songs von Crrowl nicht anhören kann!