Tödliches Comeback

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Lucy nimmt einen Job als Social-Media-Beauftragte bei einer einst berühmten Rockband an, die gerade ihr Comeback versucht. Ihre Aufgabe: Die Tour und das Comeback der Band ordentlich zu pushen. Zumindest erzählt sie das den Bandmitgliedern. Tatsächlich verfolgt Lucy einen anderen Auftrag.

Als die Tour beginnt, nimmt das Unglück seinen Lauf: Ein Bandmitglied stirbt beim Russisch Roulette – obwohl sich eigentlich nur Platzpatronen in der Waffe befinden sollten. Und der Tod des Star-Gitarristen ist bei weitem nicht der einzige mysteriöse Todesfall in der Band. Nach und nach wird die bewegte Vergangenheit aufgerollt, und so manches Geheimnis kommt ans Licht. Auch die Rolle von Lucy wird schliesslich geklärt.

Die Geschichte wird in kurzen Abschnitten aus den Perspektiven der Bandmitglieder sowie von Schreiner, dem ehemaligen Bandmanager, erzählt. Dieser Aufbau sorgt für unterschiedliche Einblicke in die Geschehnisse und lässt so ein Bild von der Band und ihrer Vergangenheit entstehen. Allerdings gerät der Lesefluss dadurch etwas ins Stocken und es entsteht der Eindruck einer Aneinanderreihung einzelner Ereignisse. Besonders in der Buchmitte zieht sich die Erzählung etwas in die Länge.

Trotzdem bleibt die Geschichte durchgehend unterhaltsam. Dazu tragen auch die ironischen Seitenblicken auf die Rockwelt und ihre Protagonisten bei.

Wer Lust auf einen etwas ungewöhnlichen Kriminalroman hat und gerne gemeinsam mit einer abgehalfterten Rockband im Niemandsland von Konzerthalle zu Konzerthalle tingelt, dürfte hier gut aufgehoben sein.