Atmosphärischer Thriller mit emotionaler Tiefe

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sunshine22 Avatar

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Die Leseprobe zu Firewatch von Colin Hadler hat mich von Beginn an in ihren Bann gezogen. Schon der Prolog erzeugt eine dichte, bedrohliche Atmosphäre: Ein verletzter Mann, ein abgelegener Firewatch-Turm und ein fremdes Licht im Wald – Spannung und Gefahr sind sofort spürbar. Der Einstieg ist intensiv und macht neugierig auf die Hintergründe.

In der Gegenwart lernen wir Robin kennen, eine Figur, die von Trauer und Schuldgefühlen geprägt ist. Besonders die Theaterszene, in der Realität und Trauma miteinander verschwimmen, ist eindringlich und emotional stark umgesetzt. Aarons Verschwinden liegt wie ein Schatten über allem und beeinflusst Robins Handeln spürbar.

Die Rückblicke zu Aarons Zeit als Firewatch im Nationalpark bilden einen gelungenen Kontrast. Die Naturbeschreibungen sind ruhig, atmosphärisch und gleichzeitig unheilvoll. Die Einsamkeit des Towers und der erste Kontakt zu Kian sorgen für unterschwellige Spannung und lassen früh ahnen, dass nicht alles so harmlos ist, wie es scheint.

Sehr reizvoll finde ich die zentrale Idee der Geschichte: Robin beschließt, sich dem mutmaßlichen Täter anzunähern, um die Wahrheit über Aarons Verschwinden herauszufinden. Dieser Ansatz verspricht psychologische Tiefe, innere Konflikte und eine gefährliche Nähe zwischen Opfer und Verdächtigem. Firewatch überzeugt in der Leseprobe mit einer dichten Stimmung, starken Figuren und einem ungewöhnlichen Setting, das Lust macht, sofort weiterlesen zu wollen.