Liebe, Lügen und Geheimnisse - 4,5 Sterne
Dieses Buch hat mir wirklich sehr, sehr viel Spaß gemacht und zwar auf eine Art, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Es hat meine Erwartungen übertroffen, aber anders als gedacht. Vor allem hat es mich hervorragend unterhalten.
Das Buch wird als Thriller beziehungsweise Suspense-Romance eingeordnet. Wer hier allerdings von der ersten Seite an knallharte Thriller-Elemente erwartet, sollte seine Erwartungen ein wenig anpassen. Die Romance nimmt einen großen Raum ein deutlich größer, als ich zunächst angenommen hatte. Für mich war das jedoch kein Kritikpunkt, im Gegenteil: Genau dieser starke Romance-Anteil hat mich letztlich überzeugt.
Im Zentrum steht ein ungeklärter Vermisstenfall. Aaron ist verschwunden, und sein bester Freund Robin versucht auf eigene Faust herauszufinden, was mit ihm passiert ist. In der Gegenwart begleiten wir vor allem Robin, während die Vergangenheit sich stark um Aaron und Kian dreht. Diese Struktur – Vergangenheit und Gegenwart – wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt: Die Vergangenheit aus einer Erzählperspektive, die Gegenwart aus der Ich-Perspektive. Gerade am Anfang fiel es mir etwas schwer, die Perspektiven klar einzuordnen. Ich war zunächst überzeugt, dass Robin selbst der Erzähler der Vergangenheitskapitel sei. Erst als der Erzähler deutlich aus dem Geschehen heraustrat und sogar an Robin appellierte, wurde klar, dass hier anders gearbeitet wird.
Der Autor spielt gezielt mit Unsicherheit und Irritation, ein Stilmittel, das der Spannung definitiv zugutekommt. Diese bewusste Verwirrung passt hervorragend zur Atmosphäre des Buches. Besonders gelungen fand ich die mysteriösen, fast poetisch anmutenden Kapitel, in denen eine unbekannte Person von Dunkelheit, Vergangenheit und Geheimnissen spricht. Diese Einschübe sind leicht verstörend, wirken psychologisch intensiv und lassen einen rätseln: Wer spricht hier? Was bedeutet das? Diese Momente haben die Geschichte spürbar vorangetrieben und für echtes Gänsehaut-Feeling gesorgt.
In der Mitte hatte das Buch kleinere Längen, vor allem weil der Romance-Plot hier sehr präsent ist. Die Beziehung zwischen den Figuren, es handelt sich um eine Gay Romance nimmt viel Raum ein, inklusive "romantischer" Szenen. Wer damit nichts anfangen kann oder einen reinen Thriller erwartet, könnte hier enttäuscht sein. Für mich war diese Entwicklung jedoch stimmig und emotional nachvollziehbar.
Das Ende hat mir dann wieder richtig gut gefallen. Es gibt mehrere Twists: einen konnte ich im Moment der Auflösung erahnen, aber ein weiterer hat mich wirklich überrascht. Das war stark umgesetzt. Lediglich ganz zum Schluss hätte ich mir noch ein zusätzliches Kapitel gewünscht. Das Finale wirkte etwas abrupt, fast zu stark „geschnitten“. Ein kleiner Ausblick hätte dem Ganzen für mich noch das gewisse Extra gegeben.
Trotz des etwas holprigen Einstiegs und kleiner Längen im Mittelteil vergebe ich 4,5 von 5 Sternen. Eine spannungsgeladene Suspense-Romance mit emotionaler Tiefe, überraschenden Wendungen und einer Atmosphäre, die stellenweise richtig unter die Haut geht.
Das Buch wird als Thriller beziehungsweise Suspense-Romance eingeordnet. Wer hier allerdings von der ersten Seite an knallharte Thriller-Elemente erwartet, sollte seine Erwartungen ein wenig anpassen. Die Romance nimmt einen großen Raum ein deutlich größer, als ich zunächst angenommen hatte. Für mich war das jedoch kein Kritikpunkt, im Gegenteil: Genau dieser starke Romance-Anteil hat mich letztlich überzeugt.
Im Zentrum steht ein ungeklärter Vermisstenfall. Aaron ist verschwunden, und sein bester Freund Robin versucht auf eigene Faust herauszufinden, was mit ihm passiert ist. In der Gegenwart begleiten wir vor allem Robin, während die Vergangenheit sich stark um Aaron und Kian dreht. Diese Struktur – Vergangenheit und Gegenwart – wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt: Die Vergangenheit aus einer Erzählperspektive, die Gegenwart aus der Ich-Perspektive. Gerade am Anfang fiel es mir etwas schwer, die Perspektiven klar einzuordnen. Ich war zunächst überzeugt, dass Robin selbst der Erzähler der Vergangenheitskapitel sei. Erst als der Erzähler deutlich aus dem Geschehen heraustrat und sogar an Robin appellierte, wurde klar, dass hier anders gearbeitet wird.
Der Autor spielt gezielt mit Unsicherheit und Irritation, ein Stilmittel, das der Spannung definitiv zugutekommt. Diese bewusste Verwirrung passt hervorragend zur Atmosphäre des Buches. Besonders gelungen fand ich die mysteriösen, fast poetisch anmutenden Kapitel, in denen eine unbekannte Person von Dunkelheit, Vergangenheit und Geheimnissen spricht. Diese Einschübe sind leicht verstörend, wirken psychologisch intensiv und lassen einen rätseln: Wer spricht hier? Was bedeutet das? Diese Momente haben die Geschichte spürbar vorangetrieben und für echtes Gänsehaut-Feeling gesorgt.
In der Mitte hatte das Buch kleinere Längen, vor allem weil der Romance-Plot hier sehr präsent ist. Die Beziehung zwischen den Figuren, es handelt sich um eine Gay Romance nimmt viel Raum ein, inklusive "romantischer" Szenen. Wer damit nichts anfangen kann oder einen reinen Thriller erwartet, könnte hier enttäuscht sein. Für mich war diese Entwicklung jedoch stimmig und emotional nachvollziehbar.
Das Ende hat mir dann wieder richtig gut gefallen. Es gibt mehrere Twists: einen konnte ich im Moment der Auflösung erahnen, aber ein weiterer hat mich wirklich überrascht. Das war stark umgesetzt. Lediglich ganz zum Schluss hätte ich mir noch ein zusätzliches Kapitel gewünscht. Das Finale wirkte etwas abrupt, fast zu stark „geschnitten“. Ein kleiner Ausblick hätte dem Ganzen für mich noch das gewisse Extra gegeben.
Trotz des etwas holprigen Einstiegs und kleiner Längen im Mittelteil vergebe ich 4,5 von 5 Sternen. Eine spannungsgeladene Suspense-Romance mit emotionaler Tiefe, überraschenden Wendungen und einer Atmosphäre, die stellenweise richtig unter die Haut geht.