Nicht meins

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pajo47 Avatar

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Auf dem Cover wird der Roman als Thriller angekündigt, und auch die Leseprobe ließ genau das erwarten. Während der Lektüre stellte sich jedoch zunehmend Verwunderung ein: Die Spannung, die man von einem Thriller erwartet, tritt immer wieder hinter andere Elemente zurück. Erst ganz am Ende des Buches, in der Danksagung, erklärt Colin Hadler selbst, dass er mit diesem Roman ein Experiment gewagt habe – nämlich einen Thriller mit einer Liebesgeschichte zu verbinden.

Zum Inhalt: Im Mittelpunkt stehen Aaron, Robin und Haley, eine enge Freundesgruppe. Aaron verbringt einen Sommer als Feuerwächter in einem abgelegenen Turm in einem Naturreservat. Dort lernt er Kian kennen, der ebenfalls in einem Feuerwachtturm arbeitet. Als Aaron nicht aus dem Wald zurückkehrt, bleiben trotz intensiver Suchaktionen alle Bemühungen erfolglos. Robin ist überzeugt, dass Kian etwas mit Aarons Verschwinden zu tun hat, und beschließt, ihm näherzukommen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Grundsätzlich habe ich nichts gegen Liebesgeschichten in Thrillern – das kann gut funktionieren. In diesem Fall jedoch wirkt die Gewichtung für mich deutlich verschoben. Statt eines Thrillers mit romantischen Elementen liest man eher eine Liebesgeschichte, in die thrillerhafte Aspekte eingewoben sind. Die zahlreichen und sehr ausführlich geschilderten Sexszenen sind dabei nicht nur explizit, sondern eindeutig pornographisch. Sie nehmen viel Raum ein, bremsen den Spannungsaufbau und passen für mich in der Form weder zum angekündigten Genre noch zur ansonsten vielversprechenden Grundidee des Romans.