Der Countdown als Erzähltrick
Was für eine starke Grundidee: eine allwissende, mich direkt ansprechende Erzählstimme, die sofort ankündigt, dass in fünf Minuten jemand sterben wird. Und dann minutiös (fast sekundengenau) rückwärts und vorwärts durch die Ereignisse springt. Das erzeugt sofort einen Sog – ich las weiter, weil ich wissen will, wer stirbt und warum. Auch die Idee, historische Todesfälle am selben Bahnsteig als Vorgeschichte einzuflechten, funktioniert als atmosphärischer Rahmen gut.
Doch es gibt ein bisschen was zu mäkeln: die Erzählstimme ist ziemlich dominant und belehrend, und manchmal kippt die Coolness der Beobachtungen ins Bemühte. Ob das über das ganze Buch hinweg trägt, hängt stark davon ab, ob sich der Rhythmus im weiteren Verlauf beruhigt oder das Tempo tatsächlich hält, was der Titel verspricht.
Also gemischte Gefühle, aber ich würde es probieren 😉
Doch es gibt ein bisschen was zu mäkeln: die Erzählstimme ist ziemlich dominant und belehrend, und manchmal kippt die Coolness der Beobachtungen ins Bemühte. Ob das über das ganze Buch hinweg trägt, hängt stark davon ab, ob sich der Rhythmus im weiteren Verlauf beruhigt oder das Tempo tatsächlich hält, was der Titel verspricht.
Also gemischte Gefühle, aber ich würde es probieren 😉