Ein Einstieg, der einen sofort in seinen Bann zieht
Das Cover von „Five – Das Ticken der Zeit“ ist einfach und minimalistisch, erzeugt aber eine komische Spannung. Der Schreibstil der Autorin ist sehr direkt und mitreißend. Ilona Bannister hat ein hohes Erzähltempo, da von politischen Zeitangaben unterbrochen wird und somit eine ungeheuere Spannung erzeugt. Ich war geradezu gefesselt, was als nächstes passiert und nach diesem starken Einstieg umso mehr. Bereits das erste Kapitel macht sofort neugierig auf den Verlauf der Geschichte. Die Handlung fokussiert ist auf eine Gruppe von fünf Personen, deren Wege sich auf dem Bahnsteig kreuzen. Ein intensives, beklemmendes Leseerlebnis, das mit den Erwartungen des Lesers spielt. Wir werden als Leser Zeuge eines „Unfalls“ oder „Todesfalls“, dessen Hergang in kleinste Einzelteile zerlegt wird. Es ist kein klassischer Krimi, sondern eher eine existenzielle Studie über Menschen in Momenten äußerster Anspannung, bei der die Grenzen zwischen Zufall, Schicksal und bewusstem Handeln verschwimmen. Das muss ich unbedingt weiterlesen und wissen, welche Kettenreaktionen welche Handlung auslöst und wie sich die einzelnen Charaktere in dieser Extremsituation verhalten.