Entwickelt eine Sogwirkung wie ein durchrauschender Zug

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kindder80er Avatar

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Wenn man in einer alltäglichen Situation steckt, wie z. B. auf einem Bahnsteig zu stehen, denkt man für gewöhnlich nicht allzu sehr über die anderen in der Umgebung nach. Man ist eben mit sich selbst oder seinem Handy beschäftigt. Hier lernt man aber in kurzen Absätzen die verschiedenen Menschen und Schicksale, die sich dahinter verbergen erstaunlich gut kennen. Einige sind die Hauptakteure, andere augenscheinlich nur Staffage, aber die Autorin schafft es, dass sich der Leser schon auf den ersten Seiten ein gutes Bild machen kann. Einige wirken sympathisch, die meisten aber nicht, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Man weiß gar nicht, wem man den bevorstehenden Tod NICHT wünschen soll, bis man tiefer in ihre Leben taucht. Mrs. Worth z. B. erinnerte mich frappierend an die Mutter von Lennard aus "Big Bang Theory" und auch die Dynamik zwischen ihr, ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter, aber wenn man einmal weiß, wie ihr Charakter zustande gekommen ist, fühlt man mit ihr mit.

Verfilmt kann ich mir schon förmlich die Kamerafahrten vorstellen und die kurzen Blicke in die Vergangenheit oder möglichen Zukunft der Beteiligten.

Die "vierte Wand" wird auch durchbrochen, da die Geschichte mit dem Leser zu kommunizieren scheint, was ein charmantes Detail ist und einen als "Unbeteiligten" noch ein bisschen mehr in den Bann zieht.