Außergewöhnlich
Eine Londoner Subwaystation in der morgendlichen Rushhour; der Bahnsteig ist voll, der Zug müsste gleich einfahren. Soweit so normal; doch für fünf Fahrgäste läuft die Zeit ab. Denn einer von ihnen wird bei Ankunft des Zuges sterben. Doch wer?
Es fällt mir wirklich schwer, meine Begeisterung über diesen außergewöhnlichen Roman in Worte zu fassen, der mich echt überrascht hat.
Die Handlung des Buches umfasst die titelgebenden fünf Minuten, steht so schon durch die kurze Zeitspanne unter einer gewissen Grundspannung. Diese Spannung wird eigentlich komplett über die knapp 300 Seiten gehalten, und steigert sich mit ablaufendem Countdown immer mehr. Trotzdem wirkt das Geschehen nicht gehetzt, die Balance gelingt hervorragend.
Die fünf Hauptfiguren könnten unterschiedlicher kaum sein, alle sind jedoch irgendwie sehr besonders und auf eine ganz eigene Art skurril. Man erfährt zu jedem die Lebensgeschichte, die immer wieder absurde Situationen bereithält, und man bildet sich zu jeder Figur eine Meinung: schade, wenn sie stirbt? Oder halt eben nicht. Man fällt automatisch Urteile und fühlt sich dann wiederum von der Erzählerin/Autorin ertappt, wenn sie leicht tadelnd den Leser direkt anspricht und einem den sprichwörtlichen Spiegel vorhält. Zudem muss man mit Fortgang der Handlung immer wieder die eigene Einschätzung der Figuren korrigieren, oft mit einem kleinen Anflug von schlechtem Gewissen. Hat man in Kapitel x noch Figur y den Tod gewünscht (oder billigend in Kauf genommen), ist man zwei Kapitel weiter schon wieder anderer Meinung. Bannister hat einen messerscharfen Blick auf ihre Mitmenschen, gerade die Reaktionen um den Todesfall herum fand ich (leider) erschreckend realistisch. Obwohl man ja von Anfang vom kommenden Tod weiß, ist die Entwicklung des Plots bis zu diesem Höhepunkt komplett überraschend und anders.
Five ist ein wirklich außergewöhnlicher und dabei packender Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle.
Es fällt mir wirklich schwer, meine Begeisterung über diesen außergewöhnlichen Roman in Worte zu fassen, der mich echt überrascht hat.
Die Handlung des Buches umfasst die titelgebenden fünf Minuten, steht so schon durch die kurze Zeitspanne unter einer gewissen Grundspannung. Diese Spannung wird eigentlich komplett über die knapp 300 Seiten gehalten, und steigert sich mit ablaufendem Countdown immer mehr. Trotzdem wirkt das Geschehen nicht gehetzt, die Balance gelingt hervorragend.
Die fünf Hauptfiguren könnten unterschiedlicher kaum sein, alle sind jedoch irgendwie sehr besonders und auf eine ganz eigene Art skurril. Man erfährt zu jedem die Lebensgeschichte, die immer wieder absurde Situationen bereithält, und man bildet sich zu jeder Figur eine Meinung: schade, wenn sie stirbt? Oder halt eben nicht. Man fällt automatisch Urteile und fühlt sich dann wiederum von der Erzählerin/Autorin ertappt, wenn sie leicht tadelnd den Leser direkt anspricht und einem den sprichwörtlichen Spiegel vorhält. Zudem muss man mit Fortgang der Handlung immer wieder die eigene Einschätzung der Figuren korrigieren, oft mit einem kleinen Anflug von schlechtem Gewissen. Hat man in Kapitel x noch Figur y den Tod gewünscht (oder billigend in Kauf genommen), ist man zwei Kapitel weiter schon wieder anderer Meinung. Bannister hat einen messerscharfen Blick auf ihre Mitmenschen, gerade die Reaktionen um den Todesfall herum fand ich (leider) erschreckend realistisch. Obwohl man ja von Anfang vom kommenden Tod weiß, ist die Entwicklung des Plots bis zu diesem Höhepunkt komplett überraschend und anders.
Five ist ein wirklich außergewöhnlicher und dabei packender Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle.