Gute Idee, aber überhaupt nicht mein Buch

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sarahsjan Avatar

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Leider konnte mich „FIVE – Das Ticken der Zeit“ von Ilona Bannister überhaupt nicht überzeugen. Schon nach rund 30 Seiten hatte ich das Gefühl, dass das Buch und ich nicht zusammenfinden werden. Obwohl die Grundidee – fünf Fremde an einem Londoner Bahnsteig, von denen einer in wenigen Minuten sterben wird – eigentlich spannend klingt, sprang der Funke bei mir nie über.
Die vielen Perspektivwechsel und ausführlichen Hintergrundgeschichten bremsten für mein Empfinden die Handlung eher aus, als dass sie Spannung erzeugten. Statt mitzufiebern, verlor ich schnell das Interesse an den Figuren. Auch der Erzählstil konnte mich nicht packen, sodass ich das Buch schließlich abgebrochen habe und nur noch das Ende gelesen habe.
Ich kann nachvollziehen, dass viele Leserinnen und Leser gerade die ungewöhnliche Erzählweise und den britischen Humor schätzen. Mir persönlich war das jedoch zu konstruiert und zu wenig fesselnd. Allein die Szene warum ins Gleis gesprungen wird....ernsthaft?
Tatsächlich gibt es auch Stimmen, die den vielversprechenden Einstieg loben, den Roman aber im weiteren Verlauf als zunehmend langatmig empfinden – genau so ging es mir ebenfalls.
Fazit: Eine originelle Prämisse allein reicht für mich nicht aus. Wenn mich Figuren und Erzählweise schon zu Beginn nicht mitnehmen, verliere ich schnell die Lust am Weiterlesen. Für mich leider ein klarer Fehlgriff. Das lyrische Ich war auch nicht meins.