Spannende Grundidee, die Umsetzung hatte allerdings einige Schwächen
Ein ganz normaler Werktag an einem Londoner Bahnsteig, wenige Minuten ehe der Zug einfährt, treffen hier fünf verschiedene Menschen aufeinander. Jeder von ihnen hat ein anderes Schicksal, eine andere Vergangenheit, doch eine der Personen wird bei der Ankunft des Zuges sterben. Ist es Emma, die ehemalige Karrierefrau, die mit ihrem Sohn Gideon heillos überfordert ist? Oder Gideon selbst, der sich weder von seiner Mutter noch irgendwem sonst aufhalten lässt? Außerdem wären da noch der großspurige Geschäftsmann Liam, die eigenwillige Wissenschaftlerin Mrs. Worth und Sonny, der oberflächlich betrachtet so unbelastet wirkt, allerdings hohe Spielschulden angehäuft hat. Jeder von ihnen hat eine spezielle Geschichte, doch wessen letzte fünf Minuten laufen gerade unerbittlich ab?
"FIVE - Das Ticken der Zeit" von Ilona Bannister ist ein spannend erzählter Roman, der mich durchaus in seinen Bann ziehen konnte, allerdings gab es auch einige Schwächen, die das Leseerlebnis für mich ein wenig getrübt haben. Damit meine ich nicht, dass keine der Hauptfiguren großartige Sympathie in mir ausgelöst hat, ihre individuellen Hintergrundgeschichten fand ich fesselnd erzählt und in Büchern muss ich eine Person nicht mögen, um sie emotional zu begleiten. Allerdings driftet die Charakterisierung für meinen Geschmack zu sehr in stereotype Klischees ab, ein wenig Bodyshaming am Rande darf auch nicht fehlen. (Welchen Mehrwert bringt es mir z.B. zu erfahren, dass einem Polizisten, einer Nebenfigur, die in der gesamten Handlung nur wenige Sätze einnimmt, der Bauch über den Hosenbund schwabbelt?)
Im Klappentext für dieses Buch wird fälschlicherweise für einen Thriller geworben, was meiner Meinung nach irreführend ist. Spannungsroman trifft es für mich eher, ein(e) allwissende(r) Erzähler(in), spricht die Lesenden ab und zu direkt an und wechselt immer wieder zwischen dem Geschehen am Bahnsteig und Einblicken in die Vergangenheit der Protagonisten, dieses Konzept fand ich auf einzigartige Weise mitreißend. Gegen Ende hin wurde mir allerdings von der erzählenden Person unterstellt, was ich zu den Figuren denke, das habe ich unpassend gefunden, so als ob alle, die dieses Buch in die Hand nehmen nur eine einzige gedankliche Richtung einschlagen könnten. Insgesamt habe ich mich zwar dennoch gut unterhalten gefühlt, spreche aber wegen der aufgezählten Kritikpunkte eine eher verhaltene Leseempfehlung aus.
Fazit: Die einzigartige Grundidee und der mitreißende Schreibstil haben mich durchaus gefesselt, teilweise recht stereotype Charakterklischees und die gedankliche Unterstellung gegen Ende hin haben das Lesevergnügen für mich allerdings geschmälert.
"FIVE - Das Ticken der Zeit" von Ilona Bannister ist ein spannend erzählter Roman, der mich durchaus in seinen Bann ziehen konnte, allerdings gab es auch einige Schwächen, die das Leseerlebnis für mich ein wenig getrübt haben. Damit meine ich nicht, dass keine der Hauptfiguren großartige Sympathie in mir ausgelöst hat, ihre individuellen Hintergrundgeschichten fand ich fesselnd erzählt und in Büchern muss ich eine Person nicht mögen, um sie emotional zu begleiten. Allerdings driftet die Charakterisierung für meinen Geschmack zu sehr in stereotype Klischees ab, ein wenig Bodyshaming am Rande darf auch nicht fehlen. (Welchen Mehrwert bringt es mir z.B. zu erfahren, dass einem Polizisten, einer Nebenfigur, die in der gesamten Handlung nur wenige Sätze einnimmt, der Bauch über den Hosenbund schwabbelt?)
Im Klappentext für dieses Buch wird fälschlicherweise für einen Thriller geworben, was meiner Meinung nach irreführend ist. Spannungsroman trifft es für mich eher, ein(e) allwissende(r) Erzähler(in), spricht die Lesenden ab und zu direkt an und wechselt immer wieder zwischen dem Geschehen am Bahnsteig und Einblicken in die Vergangenheit der Protagonisten, dieses Konzept fand ich auf einzigartige Weise mitreißend. Gegen Ende hin wurde mir allerdings von der erzählenden Person unterstellt, was ich zu den Figuren denke, das habe ich unpassend gefunden, so als ob alle, die dieses Buch in die Hand nehmen nur eine einzige gedankliche Richtung einschlagen könnten. Insgesamt habe ich mich zwar dennoch gut unterhalten gefühlt, spreche aber wegen der aufgezählten Kritikpunkte eine eher verhaltene Leseempfehlung aus.
Fazit: Die einzigartige Grundidee und der mitreißende Schreibstil haben mich durchaus gefesselt, teilweise recht stereotype Charakterklischees und die gedankliche Unterstellung gegen Ende hin haben das Lesevergnügen für mich allerdings geschmälert.