Spannender Roman über Mutterschaft und den Wert des Lebens
Bei Five das Ticken der Zeit hatte ich zunächst eine völlig andere Erwartung an die Geschichte. Der eher spärliche Klappentext und die Optik des Buches hatten bei mir den Eindruck erweckt, dass es sich um einen Thriller handeln würde. Immerhin wissen wir: Fünf Menschen befinden sich an einem Bahnsteig und in fünf Minuten wird einer von ihnen sterben. Die gesamte Geschichte erstreckt sich über genau diese fünf Minuten – ergänzt durch Rückblicke in die Leben der fünf Protagonisten.
Zu Beginn hatte ich allerdings einige Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Die Bahnhofsszenen und insbesondere der Schreibstil, mit dem diese beschrieben werden, waren für mich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Ich habe tatsächlich kurz darüber nachgedacht, das Buch abzubrechen. Da ich es als Rezensionsexemplar gelesen habe, wollte ich ihm aber unbedingt noch eine Chance geben. Und das hat sich gelohnt.
Denn mit der ersten Rückblende und damit dem ersten tieferen Einblick in das Leben einer der Figuren hat mich die Geschichte plötzlich gepackt.
Was ich besonders interessant fand: In der ersten Szene bekommt man nur einen kurzen Eindruck davon, wie die fünf Menschen auf den ersten Blick wirken – und ehrlich gesagt mochte ich zunächst keinen von ihnen besonders. Doch je mehr wir über ihre Vergangenheit, ihre Entscheidungen und ihre Lebensgeschichten erfahren, desto mehr verändert sich die eigene Wahrnehmung. Aus anfänglicher Ablehnung entstehen plötzlich Sympathien, Verständnis oder auch weiterhin bestehende Antipathien.
Und genau darin liegt für mich eine der großen Stärken des Buches: Wie sehr täuscht unser erster Eindruck von einem Menschen? Und wie verändert sich unsere Meinung, wenn wir seine Geschichte kennen?
Dabei sind einige wirklich schwierige und bewegende Lebensgeschichten dabei. Besonders stark im Mittelpunkt steht für mich das Thema Mutter und Mutterschaft. Es geht darum, welche Bedeutung die eigene Mutter für die Entwicklung eines Menschen hat, wie man selbst als Mutter handelt, was Erziehung beeinflussen kann und wo ihre Grenzen liegen. Was machen Mütter richtig? Was machen sie falsch? Und welchen Anteil trägt die eigene Kindheit daran, wer wir später werden?
Viele dieser Fragen haben mich zum Nachdenken gebracht, und in einigen Situationen konnte ich mich erstaunlich gut in die Figuren hineinversetzen.
Besonders spannend fand ich außerdem, dass die Autorin immer wieder den Leser direkt mit einbezieht. Man wird mehrfach angesprochen und dadurch nicht nur zum Beobachter der Geschichte, sondern gewissermaßen selbst Teil des moralischen Dilemmas.
Und spätestens am Ende wird das noch einmal richtig deutlich: Wen würdest du sterben lassen?
Für mich ist Five das Ticken der Zeit deshalb weniger ein Thriller, als ich zunächst erwartet hatte, sondern vielmehr ein Roman über menschliche Abgründe, Lebensentscheidungen, Moral und Ethik. Es geht um die Frage, wie wir den Wert eines Menschen beurteilen und ob wir überhaupt das Recht haben, ein Leben gegen ein anderes abzuwägen.
Nach dem etwas schwierigen Einstieg hat mich das Buch immer mehr überzeugt. Vor allem die Entwicklung der Figuren und die Frage, wie sich unsere Meinung über einen Menschen verändert, sobald wir seine Geschichte kennen, fand ich sehr gelungen.
Zu Beginn hatte ich allerdings einige Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Die Bahnhofsszenen und insbesondere der Schreibstil, mit dem diese beschrieben werden, waren für mich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Ich habe tatsächlich kurz darüber nachgedacht, das Buch abzubrechen. Da ich es als Rezensionsexemplar gelesen habe, wollte ich ihm aber unbedingt noch eine Chance geben. Und das hat sich gelohnt.
Denn mit der ersten Rückblende und damit dem ersten tieferen Einblick in das Leben einer der Figuren hat mich die Geschichte plötzlich gepackt.
Was ich besonders interessant fand: In der ersten Szene bekommt man nur einen kurzen Eindruck davon, wie die fünf Menschen auf den ersten Blick wirken – und ehrlich gesagt mochte ich zunächst keinen von ihnen besonders. Doch je mehr wir über ihre Vergangenheit, ihre Entscheidungen und ihre Lebensgeschichten erfahren, desto mehr verändert sich die eigene Wahrnehmung. Aus anfänglicher Ablehnung entstehen plötzlich Sympathien, Verständnis oder auch weiterhin bestehende Antipathien.
Und genau darin liegt für mich eine der großen Stärken des Buches: Wie sehr täuscht unser erster Eindruck von einem Menschen? Und wie verändert sich unsere Meinung, wenn wir seine Geschichte kennen?
Dabei sind einige wirklich schwierige und bewegende Lebensgeschichten dabei. Besonders stark im Mittelpunkt steht für mich das Thema Mutter und Mutterschaft. Es geht darum, welche Bedeutung die eigene Mutter für die Entwicklung eines Menschen hat, wie man selbst als Mutter handelt, was Erziehung beeinflussen kann und wo ihre Grenzen liegen. Was machen Mütter richtig? Was machen sie falsch? Und welchen Anteil trägt die eigene Kindheit daran, wer wir später werden?
Viele dieser Fragen haben mich zum Nachdenken gebracht, und in einigen Situationen konnte ich mich erstaunlich gut in die Figuren hineinversetzen.
Besonders spannend fand ich außerdem, dass die Autorin immer wieder den Leser direkt mit einbezieht. Man wird mehrfach angesprochen und dadurch nicht nur zum Beobachter der Geschichte, sondern gewissermaßen selbst Teil des moralischen Dilemmas.
Und spätestens am Ende wird das noch einmal richtig deutlich: Wen würdest du sterben lassen?
Für mich ist Five das Ticken der Zeit deshalb weniger ein Thriller, als ich zunächst erwartet hatte, sondern vielmehr ein Roman über menschliche Abgründe, Lebensentscheidungen, Moral und Ethik. Es geht um die Frage, wie wir den Wert eines Menschen beurteilen und ob wir überhaupt das Recht haben, ein Leben gegen ein anderes abzuwägen.
Nach dem etwas schwierigen Einstieg hat mich das Buch immer mehr überzeugt. Vor allem die Entwicklung der Figuren und die Frage, wie sich unsere Meinung über einen Menschen verändert, sobald wir seine Geschichte kennen, fand ich sehr gelungen.