Wenn eine gute Idee nicht aufgeht
Ein Morgen wie jeder andere an einem Bahnhof in London. Menschen pendeln zur Arbeit oder zur Uni, warten auf den Zug, rauchen am Gleis oder starren auf einen Bildschirm. Doch an diesem Gleis, an diesem Morgen ist etwas anders: Einer der fünf wartenden Passanten wird sterben. Wir wissen noch nicht wer es sein wird, doch wir wissen, dass es unausweichlich ist. Während wir warten, lernen wir sie besser kennen: Emma, die am Muttersein fast zerbricht. Ihren kleinen Sohn Gideon, dessen ungebremsten Aggressionen nicht nur seine Mutter an ihre Grenzen bringen. Liam, der Geschäftsmann, der sich gemeinsam mit seinem Bruder eine eigene Firma aufgebaut hat, nur um sich dann mit ihm zu zerstreiten. Sonny, der gegen seine Spielsucht kämpft und der Versuchung doch nicht widerstehen kann. Mrs. Worth, deren distanzierte Art sie von ihrer Familie entfremdet und in die Einsamkeit gedrängt hat. Jeder von ihnen hat mit ganz eigenen Dämonen und Herausforderungen zu kämpfen, und jeder von ihnen hat ein gewisses Glück in seinem Leben, für das es sich zu leben lohnt. Doch einer von ihnen muss sich für immer von diesem Licht abwenden.
"Five - Das Ticken der Zeit" erzählt seine Geschichte anhand der fünf oben genannten Personen. Die Idee an sich ist gut, und hat mir schon bei "Miracle Creek" von Angie Kim sehr gut gefallen. Die Ähnlichkeit zwischen den beiden Büchern ist mir vor allem am Anfang aufgefallen, doch leider ist "Five - Das Ticken der Zeit" für mich persönlich nicht an "Miracle Creek" herangekommen.
Ein großer Unterschied ist die direkte Ansprache des Lesers bei "Five - Das Ticken der Zeit", die sich durch den gesamten Roman zieht. Am Anfang fand ich diese Einbeziehung des Lesers in die Geschichte noch spannend, doch mit der Zeit wurde es repetitiv und hatte keinen Mehrwert für mich. Was mir gut gefallen hat, war die Idee der Szene am Bahngleis als umspannendes Elemente, während wir einzeln in die Leben der fünf namentlich genannten Personen "hineinzoomen". Zwei Dinge habe ich dabei jedoch nicht verstanden: Warum gibt es zwei weitere Personen, die am Bahngleis anwesend sind und eine Rolle spielen, die wir aber nicht auf die gleiche Art und Weise kennenlernen wie "unsere" Fünf? Und warum stellt sich nach einer Weile heraus, dass sich drei von unseren Fünf kennen, zwei weitere aber völlig unbeteiligt sind? Mir ist nicht klar geworden, was die Idee hinter dieser Konstellation ist, und auch zum Spannungsaufbau hat dieser Umstand meiner Wahrnehmung nach nicht beigetragen. Insgesamt konnte mich "Five - Das Ticken der Zeit" leider nicht wirklich fesseln, da die verschiedenen Elemente für mich kein stimmiges Bild ergeben haben. Ich habe es zwar genossen, die verschiedenen Personen genauer kennenzulernen, doch zurückgeblieben bin ich mit einer Art Störgefühl, weil eine wirklich Auflösung am Ende leider ausbleibt. Unterhalten hat mich das Buch zwar, weiterempfehlen kann ich es jedoch nur eingeschränkt.
"Five - Das Ticken der Zeit" erzählt seine Geschichte anhand der fünf oben genannten Personen. Die Idee an sich ist gut, und hat mir schon bei "Miracle Creek" von Angie Kim sehr gut gefallen. Die Ähnlichkeit zwischen den beiden Büchern ist mir vor allem am Anfang aufgefallen, doch leider ist "Five - Das Ticken der Zeit" für mich persönlich nicht an "Miracle Creek" herangekommen.
Ein großer Unterschied ist die direkte Ansprache des Lesers bei "Five - Das Ticken der Zeit", die sich durch den gesamten Roman zieht. Am Anfang fand ich diese Einbeziehung des Lesers in die Geschichte noch spannend, doch mit der Zeit wurde es repetitiv und hatte keinen Mehrwert für mich. Was mir gut gefallen hat, war die Idee der Szene am Bahngleis als umspannendes Elemente, während wir einzeln in die Leben der fünf namentlich genannten Personen "hineinzoomen". Zwei Dinge habe ich dabei jedoch nicht verstanden: Warum gibt es zwei weitere Personen, die am Bahngleis anwesend sind und eine Rolle spielen, die wir aber nicht auf die gleiche Art und Weise kennenlernen wie "unsere" Fünf? Und warum stellt sich nach einer Weile heraus, dass sich drei von unseren Fünf kennen, zwei weitere aber völlig unbeteiligt sind? Mir ist nicht klar geworden, was die Idee hinter dieser Konstellation ist, und auch zum Spannungsaufbau hat dieser Umstand meiner Wahrnehmung nach nicht beigetragen. Insgesamt konnte mich "Five - Das Ticken der Zeit" leider nicht wirklich fesseln, da die verschiedenen Elemente für mich kein stimmiges Bild ergeben haben. Ich habe es zwar genossen, die verschiedenen Personen genauer kennenzulernen, doch zurückgeblieben bin ich mit einer Art Störgefühl, weil eine wirklich Auflösung am Ende leider ausbleibt. Unterhalten hat mich das Buch zwar, weiterempfehlen kann ich es jedoch nur eingeschränkt.