Wer wird es sein?
Eine Mutter, ihr Sohn, ein Geschäftsmann, eine ältere Dame und ein junger Mann stehen an einem Bahnsteig und warten auf den Zug nach London Victoria. Ein auktorialer Erzähler spricht die Leser*innen an und verrät, dass eine der fünf Personen in fünf Minuten sterben wird. Einblicke in die Leben der fünf Personen sollen den Leser*innen vor Augen führen, dass erste Eindrücke nicht unbedingt richtig sein müssen und zum Nachdenken anregen, wer den Tod am meisten verdient hätte – wenn das überhaupt der Fall sein sollte.
Die Lebensgeschichten aller Personen sind voller Tragik und Leid. Manche Charaktere waren mir sympathischer als andere – allen voran Matilda Worth. Mit anderen konnte ich leider weniger anfangen, ganz besonders mit Emma und ihrem Sohn Gideon. Liam und Sonny stand ich relativ neutral gegenüber. Letzteren Charakter hat die Autorin für ihre Agenda benutzt, mehr Verständnis für ihre neurodiversen Söhne zu schaffen, von denen einer – wie Sonny als Kind – ein blaues Glas durch ein Restaurant geworfen hat, um herauszufinden, was passieren würde. Dafür möchte sie Verständnis schaffen, „[a]ber verstehen Sie bitte, dass wir auf Ihre Anerkennung keinen Wert legen. Wir möchten Sie nur respektvoll bitten, uns gefälligst keine verdammten Steine in den Weg zu legen. Wir haben außergewöhnliche Kinder zu erziehen.“ (S. 319/320) Ebenso respektvoll würde ich mir wünschen, wegen eines außergewöhnlichen Kindes, das sich im Restaurant frei entfaltet, nicht in der Notaufnahme zu landen, weil mir ein verdammtes blaues Glas an den Kopf geworfen wurde.
Ich fand den Spannungsroman durchaus lesenswert und rätselte bis zum Schluss mit, wer den Tod letztendlich erleiden wird. Aber die zitierten letzten Zeilen der Danksagung hinterlassen ein schales Gefühl bei mir. Ich vergebe 3 von 5 Bahnsteigen.
Die Lebensgeschichten aller Personen sind voller Tragik und Leid. Manche Charaktere waren mir sympathischer als andere – allen voran Matilda Worth. Mit anderen konnte ich leider weniger anfangen, ganz besonders mit Emma und ihrem Sohn Gideon. Liam und Sonny stand ich relativ neutral gegenüber. Letzteren Charakter hat die Autorin für ihre Agenda benutzt, mehr Verständnis für ihre neurodiversen Söhne zu schaffen, von denen einer – wie Sonny als Kind – ein blaues Glas durch ein Restaurant geworfen hat, um herauszufinden, was passieren würde. Dafür möchte sie Verständnis schaffen, „[a]ber verstehen Sie bitte, dass wir auf Ihre Anerkennung keinen Wert legen. Wir möchten Sie nur respektvoll bitten, uns gefälligst keine verdammten Steine in den Weg zu legen. Wir haben außergewöhnliche Kinder zu erziehen.“ (S. 319/320) Ebenso respektvoll würde ich mir wünschen, wegen eines außergewöhnlichen Kindes, das sich im Restaurant frei entfaltet, nicht in der Notaufnahme zu landen, weil mir ein verdammtes blaues Glas an den Kopf geworfen wurde.
Ich fand den Spannungsroman durchaus lesenswert und rätselte bis zum Schluss mit, wer den Tod letztendlich erleiden wird. Aber die zitierten letzten Zeilen der Danksagung hinterlassen ein schales Gefühl bei mir. Ich vergebe 3 von 5 Bahnsteigen.