Zugfahrt
Normalerweise ist eine Zugfahrt etwas alltägliches. Zur Arbeit, auf einen Ausflug oder zu Familie ode Freunden- die Bahn ermöglicht vorankommen, sofern sie kommt. Was aber, wenn man während des Wartens auf dem Zug verunglückt und stirbt? Das passiert in „FIVE- Das Ticken der Zeit.“
Direkt zu Beginn erfahre ich, dass einer der Charaktere stirbt. Doch wer? Muss die Alleinerziehende Emma ihren Sohn allein lassen? Ist es gar Gordon, der Emma allein lässt? Muss Geschäftsmann Liam Sterben? Oder ist es Mrs. Worth, auf dem Weg zu ihren Enkel, die es nicht schafft? Oder gar der Junge Sunny, von Beginn an am Abgrund? Es kommt zum Showdown…
Ich habe direkt ins Buch gefunden, da ich die Situation am Bahnhof als Pendlerin kenne. Immer viel los, irgendwer streitet regelmäßig, Verspätungen und Bettler- der Bahnhof pulsiert. Genau dieses Setting hat Ilona Bannister gekonnt und facettenreich eingefangen. So habe ich gut in die vielschichtige Geschichte gestartet.
Die Liebe zum Detail spiegelt sich auch in der Sprache wieder. Mit feinen Worten und zahlreichen Details beschreibt Bannister Charaktere und Setting. Sei es die Lautstärke oder die Farbe des Sakkos- Bannister versteht es, mir als Leserin ein Bild vor Augen zu führen. So entsteht der Eindruck, ich wäre selbst da.
Die Charaktere verstärken den Eindruck. Es sind realistische Charaktere, wie man sie teils auf der Straße antreffen könnte. Alleinerziehende Mütter nutzen oft den Zug für die Wege zu Schule und Arbeit. Geschäftsmänner sind auch im realen Zuggeschehen deplatziert. Und die Oma reist auch gerne mal mit dem Zug zum Enkel. Insgesamt passen die Charaktere zum Setting und sind authentisch dargestellt, als ob ich alle kenne.
Nicht nur die Sprache und Charaktere erwecken diesen Eindruck, auch die diversen Perspektiven beziehungsweise Rückblenden tragen dazu bei. Die allwissende Erzählstimme nimmt mich mit in die Geschichten der Charaktere, sei es Vergangenheit oder Zukunft. Leider ist genau das mein Kritikpunkt: die Handlung zieht sich.
Denn während am Bahnhof immer was passiert, plätschert die Handlung in Rückblicken und Visionen vor sich hin. Die Erzählstimme versucht noch, die Verbindung zur Gegenwart zu halten („Wir wissen bereit..“ „Das wird noch wichtig…“), allerdings macht es das für mich noch nerviger. Eine rasche Abhandlung der wichtigsten Ereignisse, etwa in Tagebuchform oder Dialogsequenzen, hätte mir persönlich besser gefallen.
Insgesamt ist es ein unterhaltsamer, größtenteils spannender Roman mit brillanter Sprache und realitätsnahen Charakteren. Jedoch stören die eingestreuten Kommentare und die schleppenden Rückblickenden den Lesefluss. Ich vergebe vier von fünf Sternen.
Direkt zu Beginn erfahre ich, dass einer der Charaktere stirbt. Doch wer? Muss die Alleinerziehende Emma ihren Sohn allein lassen? Ist es gar Gordon, der Emma allein lässt? Muss Geschäftsmann Liam Sterben? Oder ist es Mrs. Worth, auf dem Weg zu ihren Enkel, die es nicht schafft? Oder gar der Junge Sunny, von Beginn an am Abgrund? Es kommt zum Showdown…
Ich habe direkt ins Buch gefunden, da ich die Situation am Bahnhof als Pendlerin kenne. Immer viel los, irgendwer streitet regelmäßig, Verspätungen und Bettler- der Bahnhof pulsiert. Genau dieses Setting hat Ilona Bannister gekonnt und facettenreich eingefangen. So habe ich gut in die vielschichtige Geschichte gestartet.
Die Liebe zum Detail spiegelt sich auch in der Sprache wieder. Mit feinen Worten und zahlreichen Details beschreibt Bannister Charaktere und Setting. Sei es die Lautstärke oder die Farbe des Sakkos- Bannister versteht es, mir als Leserin ein Bild vor Augen zu führen. So entsteht der Eindruck, ich wäre selbst da.
Die Charaktere verstärken den Eindruck. Es sind realistische Charaktere, wie man sie teils auf der Straße antreffen könnte. Alleinerziehende Mütter nutzen oft den Zug für die Wege zu Schule und Arbeit. Geschäftsmänner sind auch im realen Zuggeschehen deplatziert. Und die Oma reist auch gerne mal mit dem Zug zum Enkel. Insgesamt passen die Charaktere zum Setting und sind authentisch dargestellt, als ob ich alle kenne.
Nicht nur die Sprache und Charaktere erwecken diesen Eindruck, auch die diversen Perspektiven beziehungsweise Rückblenden tragen dazu bei. Die allwissende Erzählstimme nimmt mich mit in die Geschichten der Charaktere, sei es Vergangenheit oder Zukunft. Leider ist genau das mein Kritikpunkt: die Handlung zieht sich.
Denn während am Bahnhof immer was passiert, plätschert die Handlung in Rückblicken und Visionen vor sich hin. Die Erzählstimme versucht noch, die Verbindung zur Gegenwart zu halten („Wir wissen bereit..“ „Das wird noch wichtig…“), allerdings macht es das für mich noch nerviger. Eine rasche Abhandlung der wichtigsten Ereignisse, etwa in Tagebuchform oder Dialogsequenzen, hätte mir persönlich besser gefallen.
Insgesamt ist es ein unterhaltsamer, größtenteils spannender Roman mit brillanter Sprache und realitätsnahen Charakteren. Jedoch stören die eingestreuten Kommentare und die schleppenden Rückblickenden den Lesefluss. Ich vergebe vier von fünf Sternen.