Kam nicht rein

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karens1 Avatar

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Ich hatte mich schon sehr auf das Buch gefreut - ich habe Wilde Schwäne bereits als Teenagerin gelesen - aber kam in die Fortsetzung einfach nicht rein. Das Thema ist hochinteressant und aufgrund meiner eigenen Familiengeschichte, habe ich einen persönlichen Bezug, aber mit der Schreibweise habe ich mir so schwer getan, dass ich das Buch tatsächlich nach 3/4 aufgegeben habe. Und so weit kam ich auch nur, weil ich normalerweise alle Bücher fertig lese... Obwohl das Buch chronologisch aufgebaut ist, springt die Autorin immer mal wieder in andere Zeiten, was ich verwirrend und für den roten Faden zudem unnötig fand. Einiges ist sehr oberflächlich beschrieben - da es eine Autobiografie ist, darf die Autorin natürlich entscheiden, wieviel sie von sich preisgeben möchte - aber mir hat hier immer wieder Tiefe bzw. Details gefehlt. Gleichzeitig gibt es immer wieder Anekdoten, die meiner Meinung nach nichts zur Geschichte beitragen. In einem Teil geht es dann um ihre Recherchen zu Mao, was mir den Anschein gegeben hat, dass sie hier ihr Buch zu Mao nochmal (verkürzt) niederschreibt, so wie ein Teil eine Wiederholung aus den Wilden Schwänen ist.

Nichtsdestotrotz gebe ich 3 Punkte, da die Autorin auch hier wieder großen Mut beweist, nicht nur ihre Geschichte, sondern die Chinas so offen niederzuschreiben - in dem Wissen, dass dies direkte Auswirkungen auf sie und ihre Familie hat.