Wenn Geschichte ein Familienleben prägt

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chemangel Avatar

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„Fliegt, wilde Schwäne“ hat mir gut gefallen, weil Jung Chang ihre eigene Geschichte mit der Geschichte Chinas verbindet. Es geht nicht nur um Politik, sondern auch darum, was diese Politik mit einzelnen Menschen und Familien macht. Dadurch wirkt das Buch sehr persönlich und nah.

Wer „Wilde Schwäne“ gelesen hat, erkennt vieles wieder. Man kann das Buch aber auch ohne den Vorgänger lesen. Jung Chang erzählt von ihrer Jugend unter Mao, von ihrem Leben in London und davon, wie schwer es war, von ihrer Heimat getrennt zu sein.

Der Schreibstil ist klar und gut verständlich. Das Buch ist informativ, aber nicht trocken. Viele Stellen sind traurig und berührend, wirken aber nicht übertrieben. Man merkt, wie viel Angst, Schmerz, Hoffnung und Stärke in dieser Geschichte steckt.

Gut gefallen haben mir auch die Jahreszahlen, Fotos und persönlichen Erinnerungen. Dadurch kann man die Ereignisse besser einordnen. Man lernt viel über China nach Mao, aber vor allem versteht man, wie sehr politische Veränderungen das Leben einzelner Menschen beeinflussen.

Für mich ist „Fliegt, wilde Schwäne“ ein bewegendes und sehr lesbares Buch. Es kombiniert Familiengeschichte und Zeitgeschichte auf eine eindrucksvolle Weise.