Die Magie des Erzählens
Der Einstieg in dieses Fantasyabenteuer ist dicht und atmosphärisch: Flora, deren Name nach Frühling und Leichtigkeit klingt, wird beinahe gegensätzlich charakterisiert. Nässe, emotionale Kälte und Trostlosigkeit kennzeichnen ihre Lebensumstände, die Umgebung und das Wetter. Zugleich ist das Buch von Anbeginn in einer eindrucksvoll bildhaften Sprache geschrieben. Andeutungen, skurrile Figuren und eigenwillige Dialoge erzeugen früh eine fesselnde Spannung.
Im englischen Dorf Rye scheint der Winter kein Ende zu nehmen, während Floras Vater schwer erkrankt ist. Auf sich allein gestellt, begibt sie sich auf den Weg zu ihrem Großvater, einem zurückgezogen lebenden Eigenbrötler. Von dort aus gerät sie unversehens in eine fantastische Welt voller Überraschungen und Gefahren. Auf der Suche nach der Maikönigin, die den Frühling zurückbringen kann, stellt sie sich der mächtigen Hexe Ych. Unterstützung erhält sie von zwei treue Gefährden: dem klugen Kobold Grisold und dem sprechenden Eichhörnchen Parzival.
Kurz darauf gesellt sich Harriet dazu, was zunächst für Verwirrung sorgt. Schließlich ist Harriet eine Romanfigur aus den Erzählungen, die sich Flora ausgedacht hat. Umgekehrt behauptet Harriet, sie habe sich die Abenteuer mit Flora und der Hexe Ych ausgedacht, die sie in dem Moment gerade erleben. Diese originelle Idee bereichert die Erzählung, indem sie diese um eine megafiktionale Ebene erweitert, verlangt jedoch auch erhöhte Aufmerksamkeit, da sie stellenweise bewusst irritiert. Für Flora ist dieses Abenteuer gleichzeitig eine Reise auf der Suche nach ihrer eigenen Identität.
Durch die Kombination aus vielschichtigem Plot, poetischer Sprache und dem Umfang ist dieses Buch besonders für leseerfahrene Kinder ab etwa 10 Jahren geeignet. Die Idee ist originell, die Umsetzung gelungen und die Erzählung außerdem eine Hommage an die Kunst des Schreibens und die Magie von guten Geschichten.
Ein sehr empfehlenswertes Kinderbuch, das Fantasie, Spannung und erzählerische Tiefe gekonnt miteinander verbindet.
Im englischen Dorf Rye scheint der Winter kein Ende zu nehmen, während Floras Vater schwer erkrankt ist. Auf sich allein gestellt, begibt sie sich auf den Weg zu ihrem Großvater, einem zurückgezogen lebenden Eigenbrötler. Von dort aus gerät sie unversehens in eine fantastische Welt voller Überraschungen und Gefahren. Auf der Suche nach der Maikönigin, die den Frühling zurückbringen kann, stellt sie sich der mächtigen Hexe Ych. Unterstützung erhält sie von zwei treue Gefährden: dem klugen Kobold Grisold und dem sprechenden Eichhörnchen Parzival.
Kurz darauf gesellt sich Harriet dazu, was zunächst für Verwirrung sorgt. Schließlich ist Harriet eine Romanfigur aus den Erzählungen, die sich Flora ausgedacht hat. Umgekehrt behauptet Harriet, sie habe sich die Abenteuer mit Flora und der Hexe Ych ausgedacht, die sie in dem Moment gerade erleben. Diese originelle Idee bereichert die Erzählung, indem sie diese um eine megafiktionale Ebene erweitert, verlangt jedoch auch erhöhte Aufmerksamkeit, da sie stellenweise bewusst irritiert. Für Flora ist dieses Abenteuer gleichzeitig eine Reise auf der Suche nach ihrer eigenen Identität.
Durch die Kombination aus vielschichtigem Plot, poetischer Sprache und dem Umfang ist dieses Buch besonders für leseerfahrene Kinder ab etwa 10 Jahren geeignet. Die Idee ist originell, die Umsetzung gelungen und die Erzählung außerdem eine Hommage an die Kunst des Schreibens und die Magie von guten Geschichten.
Ein sehr empfehlenswertes Kinderbuch, das Fantasie, Spannung und erzählerische Tiefe gekonnt miteinander verbindet.