Ein schönes Buch, aber etwas überladen
Jedem Kind wünsche ich Bücher, in denen die Sprache so überzeugt wie hier. Kein Satz zuviel, aber jeder davon randvoll.
Die Geschichte von Flora Brimble, ihrer Freundin Harriet, dem Eichhörnchen Parzival und dem stets à la mode gekleideten Kobold Grisold Gänsereiter bleibt bis zum Ende unvorhersehbar und platzt vor Phantasie. Laufend werden die Grenzen der Physik außer Kraft gesetzt. Mal springen die kleinen Helden in einen Wandteppich, dann stürzen sie sich in einen Brunnen, der auf dem Erdboden steht. Bemerkenswert sind diese Erkenntnisse: Die Zeit schmeckt nach Stachelbeerkompott, Felsgnome riechen nach Kartoffeln und der Tod ist eine Pfütze. Das bleibt im Kopf. Ebenso wie die die Wertschätzung für die Anrede „Sie“ als zivilisatorische Errungenschaft.
Nicht so überzeugend ist die episodenhafte Aneinanderreihung der Ereignisse. Ist ein Problem gelöst, erwächst daraus ein neues, und die unendliche Schnitzeljagd setzt sich fort. Das ist anstrengend, und oft hält man inne und fragt sich: Worum ging es grad nochmal? Aufreibend auch die Fülle der stark aufgeladenen Namensgebungen: Lebensader aller Welten, Meisterinnen des Weges, Trank der achtsamen Augen, Tinte des ewigen Lichts … Das ist so wild, dass der Autor es irgendwann selbst auf die Schippe nimmt.
Wegen der bereits angesprochene Qualität der Sprache, des gut plazierten Witzes und allein für die Figur des Gestaltenwandlers Rigor Mortis lohnt sich das Lesen dennoch.
Die Geschichte von Flora Brimble, ihrer Freundin Harriet, dem Eichhörnchen Parzival und dem stets à la mode gekleideten Kobold Grisold Gänsereiter bleibt bis zum Ende unvorhersehbar und platzt vor Phantasie. Laufend werden die Grenzen der Physik außer Kraft gesetzt. Mal springen die kleinen Helden in einen Wandteppich, dann stürzen sie sich in einen Brunnen, der auf dem Erdboden steht. Bemerkenswert sind diese Erkenntnisse: Die Zeit schmeckt nach Stachelbeerkompott, Felsgnome riechen nach Kartoffeln und der Tod ist eine Pfütze. Das bleibt im Kopf. Ebenso wie die die Wertschätzung für die Anrede „Sie“ als zivilisatorische Errungenschaft.
Nicht so überzeugend ist die episodenhafte Aneinanderreihung der Ereignisse. Ist ein Problem gelöst, erwächst daraus ein neues, und die unendliche Schnitzeljagd setzt sich fort. Das ist anstrengend, und oft hält man inne und fragt sich: Worum ging es grad nochmal? Aufreibend auch die Fülle der stark aufgeladenen Namensgebungen: Lebensader aller Welten, Meisterinnen des Weges, Trank der achtsamen Augen, Tinte des ewigen Lichts … Das ist so wild, dass der Autor es irgendwann selbst auf die Schippe nimmt.
Wegen der bereits angesprochene Qualität der Sprache, des gut plazierten Witzes und allein für die Figur des Gestaltenwandlers Rigor Mortis lohnt sich das Lesen dennoch.