Anspruchsvoll
Ich habe erstmal ein bisschen gebraucht um in die Geschichte reinfinden zu können. Der Schreibstil ist zwar leicht zu lesen, aber es wechselt immer zwischen sehr genauen detailreichen Beschreibungen, die ein bisschen ausufern, und teils sehr schneller, leicht oberflächiger Erzählung. Das hat es mir schwer gemacht mir alles wirklich bildlich vorstellen zu können. Außerdem haben mich die Namen und Begriffe fertig gemacht. Es ist schwer die Begriffe zu lesen und manches wird auch garnicht erklärt. Es ist alles zwar an nordische Fantasy und Mythologie angelehnt, weshalb man sich denken kann was alles ist, aber trotzdem macht es das Verständnis schwieriger. Zusätzlich kommen dann noch die fünf verschiedenen Personen, aus derer Sicht erzählt wird, dazu. Ich habe mich echt lange gefragt worum es eigentlich geht und wie alles zusammenhängt. Es wird zwar alles aufgeklärt, aber es dauert und bis dahin habe ich schon fast das Interesse an der Geschichte verloren. Dennoch ist das worldbuilding ziemlich interessant. Vieles wird nur angedeutet und zwischen den Zeilen erzählt, was ich schade finde, da alles sehr komplex wirkt. Durch die Schwierigkeiten konnte ich leider auch nur schwer mit den Personen mitfühlen, geschweige denn sie auseinanderhalten. Und dann kommen noch die ausschweifenden Erzählungen, die mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun haben. Ich muss als Fazit wirklich sagen, dass das Buch für mich persönlich echt ein bisschen anstrengend war. Ich habe mich gefreut mal wieder ein richtiges Fantasybuch zu lesen und das ist es auch und dazu auch kein schlechtes, aber ich hatte beim Lesen leider nicht wirklich Spaß. Also ein gutes Buch, aber ziemlich anspruchsvoll.