Ein Auftakt mit Anlaufzeit
Mit „Flut aus schwarzem Stahl“ eröffnet Anthony Ryan seine neue Fantasyreihe Zeit des Zorns und entführt die Leser in eine raue Welt, die stark an ein nordisch geprägtes Wikinger-Setting erinnert. Schiffe, Götter, blutige Schlachten und eine bedrohliche fremdländische Macht bilden den Hintergrund der Handlung. Das Geschehen spielt im Reich Ascarlina, das offenbar auch in der Reihe Der stählerne Bund eine Rolle spielt. Da ich diese Reihe nicht gelesen habe, sind mir mögliche Verweise oder Anspielungen entgangen – für das Verständnis dieses Romans war diese Vorkenntnis jedoch nicht erforderlich.
Die Handlung von Flut aus schwarzem Stahl wird kapitelweise aus der Perspektive von vier Figuren erzählt. Diese wechselnden Perspektiven ermöglichen unterschiedliche Blickwinkel auf die Konflikte der Welt, sorgen aber auch dafür, dass die Handlung häufig zwischen sehr verschiedenen Schauplätzen und Situationen springt und oft in Cliffhangern endet.
Gerade zu Beginn fiel es mir dadurch schwer, den Überblick zu behalten. Die Welt wirkt zwar umfangreich und durchdacht, doch viele Namen, Orte und Hintergründe werden zunächst nur angedeutet. Zwar enthält das Buch eine Karte, allerdings sind dort längst nicht alle Schauplätze verzeichnet, was das räumliche Einordnen der Handlung manchmal erschwert. Viel Hintergrundwissen wird erst nach und nach eingestreut, wodurch man sich als Leser zunächst stärker orientieren muss.
Ich habe vergleichsweise lange für die rund 635 Seiten gebraucht. Erst im letzten Drittel entwickelte die Geschichte für mich eine stärkere Sogwirkung. Gegen Ende verdichten sich die Handlungsstränge und lassen erahnen, welche größeren Konflikte die Reihe noch entfalten könnte. Auch kommen immer mehr übersinnliche Kräfte zum Tragen. Dennoch blieb bei mir ein gemischter Eindruck zurück, sodass ich noch unsicher bin, ob ich die folgenden Bände der Reihe lesen werde.
Positiv hervorzuheben ist die Gestaltung der Ausgabe. Das Hardcover mit Schutzumschlag wirkt hochwertig und ansprechend. Bei meinem Exemplar gab es allerdings ein paar kuriose Produktionsdetails: Die Bedruckung auf dem Einband war verkehrt herum angebracht, und auch das Lesebändchen war unten statt – wie üblich – oben befestigt.
Insgesamt ist „Flut aus schwarzem Stahl“ ein atmosphärischer, aber für mich etwas überladen erzählter Auftakt zu einer neuen Fantasywelt. Wer Freude an nordisch inspirierten Settings, komplexen Figuren und langsam aufgebauter Hintergrundwelt hat, dürfte hier durchaus auf seine Kosten kommen – sollte allerdings Geduld mitbringen.
Die Handlung von Flut aus schwarzem Stahl wird kapitelweise aus der Perspektive von vier Figuren erzählt. Diese wechselnden Perspektiven ermöglichen unterschiedliche Blickwinkel auf die Konflikte der Welt, sorgen aber auch dafür, dass die Handlung häufig zwischen sehr verschiedenen Schauplätzen und Situationen springt und oft in Cliffhangern endet.
Gerade zu Beginn fiel es mir dadurch schwer, den Überblick zu behalten. Die Welt wirkt zwar umfangreich und durchdacht, doch viele Namen, Orte und Hintergründe werden zunächst nur angedeutet. Zwar enthält das Buch eine Karte, allerdings sind dort längst nicht alle Schauplätze verzeichnet, was das räumliche Einordnen der Handlung manchmal erschwert. Viel Hintergrundwissen wird erst nach und nach eingestreut, wodurch man sich als Leser zunächst stärker orientieren muss.
Ich habe vergleichsweise lange für die rund 635 Seiten gebraucht. Erst im letzten Drittel entwickelte die Geschichte für mich eine stärkere Sogwirkung. Gegen Ende verdichten sich die Handlungsstränge und lassen erahnen, welche größeren Konflikte die Reihe noch entfalten könnte. Auch kommen immer mehr übersinnliche Kräfte zum Tragen. Dennoch blieb bei mir ein gemischter Eindruck zurück, sodass ich noch unsicher bin, ob ich die folgenden Bände der Reihe lesen werde.
Positiv hervorzuheben ist die Gestaltung der Ausgabe. Das Hardcover mit Schutzumschlag wirkt hochwertig und ansprechend. Bei meinem Exemplar gab es allerdings ein paar kuriose Produktionsdetails: Die Bedruckung auf dem Einband war verkehrt herum angebracht, und auch das Lesebändchen war unten statt – wie üblich – oben befestigt.
Insgesamt ist „Flut aus schwarzem Stahl“ ein atmosphärischer, aber für mich etwas überladen erzählter Auftakt zu einer neuen Fantasywelt. Wer Freude an nordisch inspirierten Settings, komplexen Figuren und langsam aufgebauter Hintergrundwelt hat, dürfte hier durchaus auf seine Kosten kommen – sollte allerdings Geduld mitbringen.